Kommende Veranstaltungen

Fr 7. Juni – So 8. September 2024

litafrika – Abidjan & Accra
Ausstellung
Strauhof Zürich

Die dritte und letzte «litafrika»-Ausstellung setzt den Fokus auf die Literaturszenen zweier Metropolen in Westafrika: Abidjan in Côte d'Ivoire und Accra in Ghana.

Ausgangspunkt sind die feministische Bibliothek «1949books» (Abidjan, Côte d'Ivoire) und das Archiv «Library Of Africa and The African Diaspora» LOATAD (Accra, Ghana). Die Szenen sind divers: Literatur ist auch Slam, Tanz, Comic, Storytelling. Die Ausstellung lässt das Publikum mittels Videoinstallationen und Fotografien in das literarische Leben und die Grossstädte Abidjan und Accra eintauchen und präsentiert aktuelle Autor:innen. Sie fragt aber auch nach dem kulturellen Gedächtnis und wirft Schlaglichter auf die koloniale Vergangenheit zweier Nachbarländer, die sich nah und fern zugleich sind.

Die Ausstellung wird von einem internationalen Kurator:innen-Kollektiv kuratiert, die Video-Aufnahmen wurden von lokalen Filmschaffenden in Côte d’Ivoire und Ghana realisiert:

Kurator:innen-Kollektiv:
Sylvia Arthur und Seth Avusuglo, LOATAD, Accra
Christa Baumberger und Nicole Schmid, Litar, Zürich
Edwige-Renée Dro, 1949books, Abidjan

Filme und Fotografien:
Nipah Dennis und Prince Agyei Peprah, Accra 
Nuits Balnéaires, Abidjan

 

Veranstaltungen
Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung: Afrobeat-DJ-Set, Fotostudio, Lesungen und Gespräche, Rundgänge mit Autor:innen, Vermittler:innen und Kenner:innen der zwei Städte und ihrer Literaturszenen sowie eine Podiumsdiskussion zur Comic-Serie «Aya aus Yopougon» und ihrer Übersetzung.


«litafrika» 2022–2024
Die Ausstellungstrilogie «litafrika» (2022–2024) befasst sich aus verschiedenen Perspektiven mit den Literaturen des afrikanischen Kontinents. Sie wird von der Stiftung Litar und dem Strauhof zusammen mit Partner:innen aus mehreren Ländern Afrikas konzipiert und kuratiert. Vorangegangen sind die Ausstellungen «Artistic Encounters» (2022) und «Poesien eines Kontinents» (2023). Im Sinne eines partizipativen Prozesses nimmt jeder Teil die Ergebnisse der vorangegangenen Ausstellung auf und setzt einen neuen Schwerpunkt.  


Impressum
Gesamtleitung litafrika
Christa Baumberger (Litar) und Rémi Jaccard (Strauhof)

«litafrika – Abidjan & Accra»

Projektleitung Strauhof
Rémi Jaccard und Philip Sippel

Visuelle Gestaltung
Rahel Arnold

Filmeditorin
Carlotta Holy-Steinemann

Die Ausstellung wird unterstützt von
Pro Helvetia und Ernst Göhner Stiftung. Herzlichen Dank! 

Download: Flyer «litafrika – Abidjan & Accra»

Mehr Infos und Tickets: Strauhof Zürich

Strauhof Zürich
Augustinergasse 9, CH-8001 Zürich
info@strauhof.ch | Tel. +41 44 221 93 51


Di 25. Juni 2024  | 19.00–21.00 Uhr

Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #12
Iris Wolff «Die Unschärfe der Welt» | «Le flou du monde» 
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krisen und gesellschaftlichen Gräben wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der im 2022 ins Leben gerufene Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet. 

Kreis #12
Iris Wolff «Die Unschärfe der Welt» (2020) | «Le flou du monde» (2022)
«Man ist, einmal gegangen, immer ein Gehender» – heisst es in Iris Wolffs neuestem Roman «Lichtungen» (Klett-Cotta, 2024). Die Autorin selbst ist auch früh gegangen: 1977 im rumänischen Siebenbürgen geboren, hat sie ihre Heimat mit nur acht Jahren verlassen. Sie ist in Deutschland aufgewachsen und lebt heute in Freiburg im Breisgau. Doch in ihren Romanen kehrt sie beständig in ihr Herkunftsland zurück. Wir besprechen im Lesekreis ihren viel gepriesenen vierten Roman «Die Unschärfe der Welt» (Klett-Cotta, 2020): Auch darin geht es ums Weggehen und Dableiben, um räumliche Distanzen, Grenzen und ihre Überwindung. Der Roman spielt in einem kleinen Dorf im rumänischen Banat. Das breit angelegte Familienpanorama entfaltet sich vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks. Wie reagieren Menschen auf historische Zäsuren – und welche Heimat kann Sprache bieten?

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch Autor:innen, Verleger:innen oder Übersetzer:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus auf Deutsch oder Französisch:
Iris Wolff «Die Unschärfe der Welt», Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2020.
Iris Wolff «Le flou du monde». Übersetzt aus dem Deutschen von Claire de Oliveira. Grasset, Paris, 2022.

Diskutiert wird gerne mehrsprachig.

Anmeldung (bis 23. Juni): 044 291 99 00 | info@litar.ch

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich

Der Agenda-Eintrag zeigt Iris Wolff. Foto: Maximilian Gödecke. Cover «Die Unschärfe der Welt»: ©Klett-Cotta Verlag


Do 4. Juli | 18.30 Uhr

litafrika – Abidjan & Accra
Durch die Ausstellung mit Henri-Michel Yéré
Strauhof Zürich

Ein literarischer Streifzug durch die Ausstellung und die Stadt Abidjan mit dem Dichter und Historiker Henri-Michel Yéré. Er ist 1978 in Abidjan geboren, seit 2003 lebt er in Basel und ist Dozent am Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel. Doch in seinen Texten kehrt er regelmässig nach Côte d'Ivoire zurück.

«Abidjan ist wie eine jugendliche Mutter, die von der verfrühten Geburt ihrer Kinder überrascht wird…», heisst es in Yérés aktuellem Gedichtband «Polo kouman. Polo parle» (Editions d’en bas 2023). Die darin enthaltenen Gedichte sind neben Französisch auch in Nouchi, der lokalen Kreolsprache, verfasst. Sie drehen sich alle um Sprache und um die Aneignung des Wortes. Während des Ausstellungsrundgangs gibt Yéré Einblicke in seine «Mutter-Stadt» und die tausend Geschichten, die ihn inspirieren. Mit Kurzlesungen auf Nouchi und Französisch. Gespräch auf Deutsch und Französisch.

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika – Abidjan & Accra», 7. Juni – 8. September 2024 im Strauhof Zürich. Die Ausstellung ist vor und nach der Veranstaltung geöffnet (12.00–22.00 Uhr).

In Zusammenarbeit mit Strauhof Zürich.

Download: Flyer «litafrika – Abidjan & Accra»

Mehr Infos und Tickets: Strauhof Zürich

Strauhof Zürich
Augustinergasse 9, CH-8001 Zürich
info@strauhof.ch | Tel. +41 44 221 93 51


Do 11. Juli | 18.30 Uhr

litafrika – Abidjan & Accra
Durch die Ausstellung mit Yeboa Ofosu
Strauhof Zürich

Ein literarischer Streifzug durch die Ausstellung und durch die Metropolen Abidjan und Accra mit der ghanaisch-schweizerischen Kulturwissenschaftlerin Yeboaa Ofosu. Eine Carte Blanche an eine Kennerin der beiden Städte seit mehr als dreissig Jahren.

«Accra und Abidjan sind Wimmelbilder. Doch wo finden wir in diesem Wimmelbild die Literatur?» fragt Yeboaa Ofosu. Ihr Bezug zu (West-)Afrika ist gross – und zuallererst familiär. Ihr Vater stammt aus Ghana, und seit sie 19 Jahre ist, bereist sie fast jährlich den afrikanischen Kontinent. Als Kulturwissenschaftlerin beobachtet sie die Entwicklungen in der freien Kunst-, Musik- und Literaturszene, die in Afrika eine ganz andere Realität hat als in Europa und häufig auch in Abhängigkeit steht zum westlichen Markt. Seit dem Handy-Zeitalter ist das Buch grad nochmals rarer geworden. In ihrem Rundgang spürt sie literarische Nischen auf und reagiert auf ausgewählte Exponate.

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika – Abidjan & Accra», 7. Juni – 8. September 2024 im Strauhof Zürich. Die Ausstellung ist vor und nach der Veranstaltung geöffnet (12.00–22.00 Uhr).

In Zusammenarbeit mit Strauhof Zürich.

Download: Flyer «litafrika – Abidjan & Accra»

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Do 22. August | 18.30 Uhr

litafrika – Abidjan & Accra
Durch die Ausstellung mit Christa Baumberger und Nicole Schmid
Strauhof Zürich

Ein literarischer Streifzug durch die Ausstellung und die Städte Abidjan und Accra mit den Co-Kuratorinnen Christa Baumberger und Nicole Schmid. Ein Gespräch über interkontinentale Dialoge, «litafrika» und die Literaturszenen in Côte d’Ivoire und Ghana.

«Jede Ausstellung ist eine Reise im Raum… und die ‹litafrika› -Trilogie ganz besonders», sagt Christa Baumberger, Co-Initiantin von «litafrika». Mit Nicole Schmid, Mitarbeiterin von Litar, war sie zur Vorbereitung dieser Ausstellung in Abidjan und Accra. Die Ausstellung entstand in einem internationalen Kurationsteam mit lokalen Filmschaffenden vor Ort. Beide teilen ihre Eindrücke von den Dreharbeiten und berichten über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von jungen Literaturinstitutionen wie «1949» in Abidjan, LOATAD in Accra und Litar in Zürich. Ein Gespräch von A wie Akwaba, F wie Feminismus, M wie Mehrsprachigkeit bis Z wie Zukunft. 

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika – Abidjan & Accra», 7. Juni – 8. September 2024 im Strauhof Zürich. Die Ausstellung ist vor und nach der Veranstaltung geöffnet (12.00–22.00 Uhr).

In Zusammenarbeit mit Strauhof Zürich.

Download: Flyer «litafrika – Abidjan & Accra»

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Do 29. August | 18.30 Uhr

litafrika – Abidjan & Accra
Durch die Ausstellung mit Rahel Arnold und Flurina Rothenberger
Strauhof Zürich

Ein Streifzug durch die Ausstellung und die aktuellen Kunstszenen in Côte d’Ivoire mit Rahel Arnold, visuelle Gestalterin von «litafrika», und der Fotografin Flurina Rothenberger, NICE labs. Beide haben in Côte d'Ivoire gelebt und gearbeitet.

Ihr NICE Magazin bietet Einblicke ins zeitgenössische, urbane Afrika und präsentiert Arbeiten einer jungen aufstrebenden Generation von Fotograf:innen, Gestalter:innen und Autor:innen. Die Ausgabe 2018 ist in Abidjan entstanden. Der Fotograf Nuits Balnéaires gehörte zu den jungen Workshop-Teilnehmer:innen. Für die Ausstellung «Abidjan & Accra» hat er Fotografien und Filme gemacht.

Im Gang durch die Ausstellung zeigen Rahel Arnold und Flurina Rothenberger, wie Literatur sich in Farben, Bewegung, Klängen und einer aktuellen Raumgestaltung visualisiert und wie Sprache, Fotografien und Musik in Räumen zusammenfinden.

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika – Abidjan & Accra», 7. Juni – 8. September 2024 im Strauhof Zürich. Die Ausstellung ist vor und nach der Veranstaltung geöffnet (12.00–22.00 Uhr).

In Zusammenarbeit mit Strauhof Zürich.

Download: Flyer «litafrika – Abidjan & Accra»

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Sa 7. September | 18.00–01.00 Uhr

litafrika – Abidjan & Accra
Lange Nacht der Zürcher Museen
Strauhof Zürich

An der langen Nacht der Zürcher Museen erwartet Sie ein vielseitiges Programm:

Afrobeats Showcase von LIVFORIT
Traditionelle afrikanische Rhythmen treffen bei Afrobeat-Künstler LIVORIT (CH/Ghana) auf einen modernen Sound. LIVFORIT begeistert mit Kreativität und Vielfalt: Von beschwingten bis gefühlvoll-melancholischen Songs ist alles dabei. Ein mitreissender, kraftvoller Klang zieht sich als verbindendes Element durch sämtliche seiner Stücke, die er live mit einer fesselnden Performance zum Besten gibt. Zuletzt erschienen von LIVORIT die Singles «Vibration», «Stuck With You» (mit MUVUNYI) und «Space Drill» (2024).

Kurzführungen mit Christa Baumberger und Nicole Schmid, Kuratorinnen
Rundgang durch die Ausstellung «litafrika – Abidjan & Accra»: Folgen Sie uns in die Forêt du Banco, nach Yopougon und Jamestown. Öffnen Sie Augen und Ohren für Waldlesungen, mündliche Legenden, Tanzperformances und Highlife-Musik.

Fotostudio mit Oliver Zenklusen
Passend zu den laufenden Ausstellungen «litafrika – Abidjan & Accra» und «Hugo Loetscher – So wenig Buchstaben und so viel Welt», die beide mittels Fotografien und Film «die weite Welt» in den Strauhof tragen, ist an der langen Nacht der Museen Fotograf Oliver Zenklusen zu Gast. Mit seiner afghanischen Boxkamera, einem magischen Relikt aus einer vergangenen Zeit, portraitiert er Interessierte. Die afghanische Boxkamera fungiert dabei als ganzes Fotostudio: Die Fotos entstehen durch langes Stillhalten, einige Minuten später ist der Silber-Gelatine-Abzug da, der direkt im Fotoapparat entwickelt wird.

Die genauen Uhrzeiten der Führungen und Afrobeats Showcase folgen.

Download: Flyer «litafrika – Abidjan & Accra»

Strauhof Zürich
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