Vernissage «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933». Galerie Litar, 14. April 2023, Foto: Ayse Yavas.

 

Di 6. Februar 2024  | 19.00–21.00 Uhr

Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #10
Etel Adnan «Schreiben in einer fremden Sprache» und Gedichte
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krisen und gesellschaftlichen Gräben wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet.

Kreis #10
Etel Adnan «Schreiben in einer fremden Sprache» (2022) und Gedichte
Etel Atnan (1925-2021) war eine Malerin und Schriftstellerin mit grossem internationalem Renommee. Sie wurde 1925 in Beirut, Libanon geboren, ihre Mutter war eine (christliche) Griechin und ihr Vater ein (muslimischer) Syrer. Sie war in bestem Sinne eine Grenzgängerin zwischen den Sprachen und Welten: in Beirut ebenso zu Hause wie in Kalifornien und Paris, schrieb sie auf Französisch und Englisch. Doch was ist mit dem Arabischen? In ihrem kurzen Essay «Schreiben in einer fremden Sprache» spürt sie der eigenen Mehrsprachigkeit und ihrer fehlenden Muttersprache nach und ergründet den Begriff des Exils. Wir sprechen über diesen Essay und lesen einige Gedichte und kurze Texte, in denen es im Grunde immer um die Stille geht, denn «Stille ist das Schaffen von Raum».

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch Autor:innen, Verleger:innen oder Übersetzer:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus (auf Deutsch oder Französisch):
Etel Adnan. «Schreiben in einer fremden Sprache». Aus dem Französichen von Lukas Valtin. Sukultur, Berlin 2022, ISBN: 978-3-95566-057-4

Etel Adnan. «Ecrire dans une langue étrangère». Echoppe, 2015, ISBN: 978-2-84068-267-7

Eine Auswahl von Gedichten und kurzen Texten (Deutsch, Französisch und Englisch) wird nach der Anmeldung als PDF zugestellt. 

Diskutiert wird gerne mehrsprachig. 

Anmeldung (bis 1. Februar): 044 291 99 00 | info@litar.ch

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich

Der Agenda-Eintrag zeigt einen Ausschnitt des Covers «Sea and Fog» (Nightboat Books, 2012) mit einem Bild von Etel Adnan.


Di 7. November 2023  | 19.00–21.00 Uhr

Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #09
Tatiana Țîbuleac «Der Garten aus Glas»
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krisen und gesellschaftlichen Gräben wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der im 2022 ins Leben gerufene Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet. 2023 lesen wir vermehrt – aber nicht nur – jüngere Autor:innen aus der Schweiz.

Kreis #09
Tatiana Țîbuleac «Der Garten aus Glas» (2023) | «Le Jardin de verre» (2020)
Tatiana Ţîbuleac wurde in Chișinău in der Republik Moldau/Moldova geboren. Nach einer Karriere als Journalistin im audiovisuellen Bereich zog sie nach Frankreich, wo sie zu schreiben begann. «Der Garten aus Glas» ist ihr zweiter Roman. Er wurde 2019 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet und wird derzeit in mehrere Sprachen übersetzt. Die Hauptfigur, ein junges Mädchen, das von einer Flaschensammlerin adoptiert wurde, wächst arm und marginalisiert in einem Land auf, das sich im Umbruch befindet, in der Republik Moldau der 1980er und 1990er Jahre. «Der Garten aus Glas» ist ein sehr persönlicher Roman über Kindheitstraumata, die Suche nach sich selbst und der eigenen Identität in einer Umgebung, in der Russisch die vorherrschende Sprache ist und Rumänisch, die Erstsprache des Mädchens, einen schweren Stand hat.

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch Autor:innen, Verleger:innen oder Übersetzer:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus auf Französisch oder Deutsch:
Tatiana Țîbuleac. «Der Garten aus Glas». Aus dem Rumänischen von Ernest Wichner. Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2023.
Tatiana Țîbuleac. «Le Jardin de verre». Traduit du roumain par Philippe Loubière. Éditions des Syrtes, Genève 2020.

Diskutiert wird gerne mehrsprachig.

Anmeldung (bis 3. November): 044 291 99 00 | info@litar.ch

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich

Der Agenda-Eintrag zeigt ein Werk des Zürcher Künstlers Urs Frei. Er wird von der Galerie Mark Müller, Zürich, vertreten. Foto: Zeljko Gataric. 


So 29. Oktober 2023 | 14.30–15.30 Uhr

Mariella Mehr | Literarischer Herbst Gstaad
Mit Christa Baumberger, Michael Herzig und Liliane Studer
Golfhotel Les Hauts de Gstaad Saanenmöser

Der Literarische Herbst Gstaad ist ein kleines feines Festival für zeitgenössische Literatur in der Region Obersimmental – Saanenland – Pays-d'Enhaut. Es bietet Lesungen und Gespräche vor einer grandiosen Bergkulisse, viele spannende Entdeckungen und persönliche Begegnungen mit Autorinnen und Autoren. Die Veranstaltungen finden in Gstaad, Lauenen, Saanen und Zweisimmen statt.

Mariella Mehrs Werk lebt weiter, ihre Themen sind aktueller denn je: Widerstand gegen Beamtenwillkür und Einstehen für freiheitliches Denken. Gleich zwei wichtige Bücher sind 2023 erschienen: Mariella Mehrs bedeutendster Roman «Zeus oder der Zwillingston» wurde im Limmat Verlag neu aufgelegt, und «Landstrassenkind» von Michael Herzig beleuchtet die Geschichte von Christian und Mariella Mehr neu. Der Autor Michael Herzig, die Lektorin Liliane Studer und die Mehr-Herausgeberin Christa Baumberger im Gespräch. 

Litar ist Kooperationspartner der Abschlussveranstaltung, die verstorbenen, vergessenen oder zu wenig gehörten Autorinnen und Autoren eine Stimme gibt. Zum Ausklang des Festivals am Sonntagnachmittag heisst es: Bühne frei und Ohren auf!

Programm: Download
Infos: Literarischer Herbst Gstaad

Golfhotel Les Hauts de Gstaad
Bahnhofstrasse 7
CH-3777 Saanenmöser


So 29. Oktober 2023 | 14.00–16.00 Uhr

Exil erzählen: Living Library | Zürich liest
Litar Zürich

Eine Living Library in der Galerie Litar zu den Themen Migration, Flucht und Ankunft in der Schweiz. Unsere Gäste erzählen vom Ankommen, von der Suche nach neuen Sprachen und Identitäten und dem Aufbau eines neuen Lebens. Sie teilen mit uns ihre Sicht auf die aktuelle Schweiz. Die Gespräche werden in kleinen Gruppen geführt, alle bringen ihre Fragen mit. Das Ziel ist ein direkter persönlicher Austausch. Mit Kaffee und Kuchen.

Die Besuchenden sind eingeladen, an einem, zwei oder an allen drei Gesprächen teilzunehmen:
Erster Slot: 14.00–14.30 Uhr
Zweiter Slot: 14.40–15.10 Uhr
Dritter Slot: 15.20–15.50 Uhr

Unsere Gäste:
Faten Alabbas, Pflegerin und Drehbuchautorin, Bern
Fatma Leblebici, Verantwortliche Bildung bei Brava – ehemals Terre des Femmes CH, Bern
Saotra Rabarijaona, Sozialarbeiterin, Biel
Ali S. Karadas und Farnaz Teymoorazof, Mitarbeitende Interkulturelles Forum Winterthur, Zürich

Die Living Library ist der Startpunkt für unser neues «Fundbüro für Erinnerungen» in der Galerie Litar. Im Fundbüro sammeln wir Erinnerungen und Geschichten, der Ort steht allen offen, die etwas zum Thema beitragen möchten. Das Fundbüro ist Teil eines partizipativen Ausstellungsprojektes: Die Ausstellung wird von März bis Mai 2024 in der Galerie Litar gezeigt.

In Kooperation mit dem Verein Living Library.

Eintritt frei. Keine Tickets, keine Reservation; Einlass, solange Platz vorhanden.

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Do 26. Oktober 2023 | 18.30–20.30 Uhr

Exil erzählen: Living Library | Zürich liest
Litar Zürich

Eine Living Library in der Galerie Litar zu den Themen Migration, Flucht und Ankunft in der Schweiz. Unsere Gäste erzählen vom Ankommen, von der Suche nach neuen Sprachen und Identitäten und dem Aufbau eines neuen Lebens. Sie teilen mit uns ihre Sicht auf die aktuelle Schweiz. Die Gespräche werden in kleinen Gruppen geführt, alle bringen ihre Fragen mit. Das Ziel ist ein direkter persönlicher Austausch. Mit herbstlicher Open-Air-Bar.

Die Besuchenden sind eingeladen, an einem, zwei oder an allen drei Gesprächen teilzunehmen:
Erster Slot: 18.30–19.00 Uhr
Zweiter Slot: 19.10–19.40 Uhr
Dritter Slot: 19.50–20.20 Uhr

Unsere Gäste:
Nushaba Hasanova, Migrationsfachfrau und Kulturvermittlerin, Zürich
Safiyo Hussein Abdi, Interkulturelle Vermittlerin und Integrationsbegleiterin, Zürich
Reya Morgado, Autorin und Journalistin, Bern
sowie ein Freiwilliger von Solinetz, Zürich

Die Living Library ist der Startpunkt für unser neues «Fundbüro für Erinnerungen» in der Galerie Litar. Im Fundbüro sammeln wir Erinnerungen und Geschichten, der Ort steht allen offen, die etwas zum Thema beitragen möchten. Das Fundbüro ist Teil eines partizipativen Ausstellungsprojektes: Die Ausstellung wird von März bis Mai 2024 in der Galerie Litar gezeigt.

In Kooperation mit dem Verein Living Library.

Eintritt frei. Keine Tickets, keine Reservation; Einlass, solange Platz vorhanden.

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Do 14. September 2023 | 19.30 Uhr

Buchpremiere: Isolde Schaad – Das Schweigen der Agenda.
Geschichten vom Innehalten und Aufhören
Literaturhaus Zürich

Mit Erzähllust und Ironie nimmt Isolde Schaad in ihren neuen Texten die Endlichkeit des Lebens, Schreibens, Lesens, Liebens in den Blick.

Seit vielen Jahrzehnten ist die kritische Gesellschaftsbetrachtung – in Romanen, Essays und publizistischen Texten – pulsierender Antrieb in Isolde Schaads Literatur. In den Blick der scharfsinnigen Erzählerin geraten in «Das Schweigen der Agenda» (Limmat Verlag 2023) auch die sogenannten letzten Dinge: Was tun, wenn die Endlichkeit an die Türe klopft, wenn das «Nichtmehr» (Schreiben, Lieben, Reisen…) zur schmerzhaften Ganzkörperempfindung wird? Schreiben! Mit maliziösem Humor und menschenfreundlicher Ironie erzählt Isolde Schaad von Grossschriftstellern und Jahrhundertkünstlerinnen, von erotischen Begegnungen und herbeigesehnten Tränen, und unternimmt ganz en passant auch Ausflüge in aktuelle Genderdebatten. Das Gespräch führt Christa Baumberger (Kulturpublizistin und Kuratorin, Leiterin der Stiftung Litar).

Literaturhaus Zürich
Limmatquai 62
CH-8001 Zürich


Sa 2. September 2023 | 18.00–01.00 Uhr

litafrika – Artistic Encounters
Lange Nacht der Zürcher Museen
Strauhof Zürich

Zur Langen Nacht der Zürcher Museen erklingen in «litafrika – Artistic Encounters» Passagen aus zwei Romanen, die auch in der Ausstellung präsentiert werden:

19.00–19.20 Uhr: Kurzlesung aus Yara Nakahanda Monteiros Roman «Schwerkraft der Tränen» (Haymon Verlag 2018). Wie der Kolonialismus das Leben bis heute prägt: Der Roman ist eine Hommage an die vergessenen Kämpferinnen im angolanischen Unabhängigkeitskrieg und eine bewegte Suche der Protagonistin nach der eigenen Geschichte.

21.45–22.05 Uhr: Kurzlesung aus Ishmael Beahs autobiografischen Roman «Das Leuchten von Morgen» (Verlag Das Wunderhorn 2014). Vom Kindersoldat zum Literaturstar: Der Bericht über die Hoffnung auf ein besseres Morgen erzählt, wie Überlebende des Bürgerkriegs in Sierra Leona ihr Gemeinschaftsleben wiederaufbauen wollen – mit neuen Herausforderungen.

Die Lesungen finden auf Deutsch statt; es liest der Schauspieler Jonas Gygax.

Gesamtes Programm Lange Nacht: langenacht-zuerich.ch

Mehr zur Ausstellung «litafrika – Artistic Encounters».

Download: Flyer Artistic Encounters

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Di 29. August 2023  | 19.00–21.00 Uhr

Lesekreis Litar und Viceversa – litafrika Edition | Kreis #08
Fiston Mwanza Mujila «Tram 83»
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krisen und gesellschaftlichen Gräben wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der im 2022 ins Leben gerufene Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet. 2023 werden wir vermehrt jüngere Autor:innen aus der Schweiz lesen.

Kreis #08
Fiston Mwanza Mujila «Tram 83» (2014)
Fiston Mwanza Mujila (*1981 in Lubumbashi, Demokratische Republik Kongo) lebt seit 2009 in Graz. Er schreibt auf Französisch Lyrik, Prosa und Theaterstücke, tritt als Performer auf und unterrichtet afrikanische Literatur an der Universität. Seine zwei Romane vibrieren vor Musikalität, Rhythmus und einer ungeheuren Sprachlust. Wir diskutieren über den ersten Roman «Tram 83» und über die Herausforderung der Übersetzung: Es ist ein atemloses Porträt der Stadt Lubumbashi. Das Tram 83 ist der einzige Nachtclub, das pulsierende Zentrum der Stadt. Verlierer und Gewinner, Profiteure und Prostituierte, Ex-Kindersoldaten und Studierende treffen aufeinander, um sich im Rausch des Alkohols und der Nacht zu vergessen. Im Mittelpunkt stehen die zwei alten Freunde: der Schriftsteller Lucien und Requiem, der sich durch das Leben gaunert. Fiston Mwanza Mujila wurde für seine Romane vielfach ausgezeichnet, und die Übersetzerinnen Katharina Meyer und Lena Müller haben für ihre herausfordernde Arbeit den Zuger Anerkennungspreis 2021 bekommen. 

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch Autor:innen, Verleger:innen oder Übersetzer:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus auf Französisch oder Deutsch:
Fiston Mwanza Mujila. Tram 83. Edition Métailié 2014.
Fiston Mwanza Mujila. Tram 83. Aus dem Französischen von Katharina Meyer und Lena Müller. Zürich, Unionsverlag 2018.

Diskutiert wird gerne mehrsprachig.

Dieser Lesekreis findet im Rahmen der Ausstellung «litafrika – Artistic Encounters» statt.
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Anmeldung (bis 28. August): 044 291 99 00 | info@litar.ch

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Do 24. August 2023 | 12.15 Uhr

Halbzeit «litafrika»
Mit Christa Baumberger und Rémi Jaccard
Strauhof Zürich

Christa Baumberger, Leiterin Litar, und Rémi Jaccard, Leiter Strauhof, bilden zusammen die Projektleitung der Ausstellungstrilogie «litafrika» und laden zum öffentlichen Gespräch: «Poesien eines Kontinents›, ‹Artistic Encounters› … und wie geht es weiter mit ‹litafrika›? Die Ausstellungstrilogie befasst sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Literaturen des afrikanischen Kontinents. Jetzt ist Halbzeit ‹litafrika›: ein guter Zeitpunkt für einen Blick zurück und einen Blick in die Zukunft, denn 2024 folgt bereits die dritte und letzte ‹litafrika›-Ausstellung. Wo sind die Chancen und Höhenflüge, aber auch die Fallstricke und Schwierigkeiten bei einem solch kühnen Projekt? Wir sind mit dem Ziel angetreten, neue Formen der Kollaborationen zu erproben und ein interkontinentales Netzwerk aufzubauen. Wo stehen wir, wohin gehen wir, was ist für 2024 geplant und wer wird mittun? Im direkten Austausch mit dem Publikum nehmen wir gerne Anregungen, Einwände und Vorschläge entgegen.»

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika – Artistic Encounters».
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Download: Flyer Artistic Encounters

Anmeldung: vermittlung@strauhof.ch

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich

Foto: Zeljko Gataric


Do 17. August 2023 | 12.15 Uhr

litafrika – The Art of Reinterpreting Words
Mit Prudence Katomeni und Maïmouna Jallow
Online-Gespräch

Die Musikerin Prudence Katomeni und die Schauspielerin Maïmouna Jallow sprechen über die Teilnahme an «Artistic Encounters» und das Übersetzen von Literatur in eine andere Kunstform. Moderiert von Zukiswa Wanner, Veranstaltung auf Englisch.

Zwei der acht künstlerischen Begegnungen der Ausstellung im Fokus:  Inspiriert von Fiston Mwanza Mujilas Roman «Tram 83» (2014) hat die Musikerin Prudence Katomeni (Simbabwe) eine Textlesung des Autors musikalisch untermalt. Die Schauspielerin Maïmouna Jallow (Gambia) reagiert mit einer filmischen Leseperformance auf Abubakar Adam Ibrahims Roman «Wo wir stolpern und wo wir fallen» (2015). 

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika – Artistic Encounters».
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Download: Flyer Artistic Encounters

Online Veranstaltung, auf Englisch.
Youtube Livestream: youtube.com/@litafrika
Anmeldung und Link: vermittlung@strauhof.ch

Fotos: ZVG


So 23. Juli 2023 | 14.00–16.00 Uhr

litafrika – Silent Reading Rave
Strauhof Zürich

Gemeinsames einsames Lesen. Buch (mit)nehmen, loslesen!

Entdecke deine schönen Seiten wieder – in deinem mitgebrachten Buch oder in einem der acht Romanen aus der Ausstellung. Wir lesen zwei Stunden lang zusammen, möglichst in kompletter Stille.

Danach freie Ausstellungsbesichtigung bis 17.00 Uhr.

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika – Artistic Encounters».
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Download: Flyer Artistic Encounters

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Di 11. Juli 2023 | 17.00 Uhr

litafrika in Brazil
Mit Daniel Martins, editor Periferias
Online-Gespräch

Die Onlineplattform «Periferias» ist in den Favelas von Maré in Rio de Janeiro, Brasilien, angesiedelt. «Periferias» ist mehrsprachig, die Themen-Ausgaben erscheinen in portugiesischer, spanischer, französischer und englischer Sprache. «Periferias» fördert den Austausch zwischen den Globalen Peripherien und legt den Fokus auf Menschen und ihre intersektionalen Lebensrealitäten. Herausgeber Daniel Martins stellt die Sonderausgabe «litafrika» 8/2023 vor, die zur Ausstellung «litafrika – Artistic Encounters» im Juni 2023 erscheint und in Zusammenarbeit mit Zukiswa Wanner, Litar und dem Strauhof veröffentlicht wird. Veranstaltung auf Englisch.

Onlineplattform: revistaperiferias.org

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika – Artistic Encounters».
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Download: Flyer Artistic Encounters

Online Veranstaltung, auf Englisch.
Youtube Livestream: youtube.com/@litafrika
Kontakt: vermittlung@strauhof.ch

Foto: revistaperiferias.org


Do 29. Juni 2023 | 12.15 Uhr

litafrika – Found in Translation
Mit Edwige-Renée Dro und Sandra Tamele
Online-Gespräch

Die Übersetzerinnen Edwige-Renée Dro und Sandra Tamele haben für die Ausstellung «litafrika – Artistic Encounters» Auszüge aus aktuellen Romanen übersetzt und dabei zahlreiche Autor:innen neu entdeckt. Ein Gespräch über die Schwierigkeiten und das Vergnügen des Übersetzen. Moderation: Zukiswa Wanner.

Edwige-Renée Dro (Côte d’Ivoire) ist eine ivorische Schriftstellerin und Übersetzerin für Französisch und Englisch. Ausserdem eröffnete sie 2020 in Abidjan eine öffentliche Bibliothek, die den Fokus auf weibliche Literatur aus Afrika und der Schwarzen Diaspora legt.

Sandra Tamele (Mosambik) ist Übersetzerin aus dem Englischen und Italienischen ins mosambikanische Portugiesisch. Sie ist Gründerin von Editora Trinta Zero Nove (ETZN), der erste Verlag in Mosambik, der sich der übersetzten Literatur widmet und dafür schon mehrfach international ausgezeichnet worden ist.

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika – Artistic Encounters».
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Download: Flyer Artistic Encounters

Online Veranstaltung, auf Englisch.
Anmeldung und Link: vermittlung@strauhof.ch

Fotos: ZVG


Di 27. Juni 2023  | 19.00–21.00 Uhr

Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #07
Rebecca Gisler «Vom Onkel» | «D'oncle»
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krisen und gesellschaftlichen Gräben wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der im 2022 ins Leben gerufene Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet. 2023 lesen wir vermehrt jüngere Autor:innen aus der Schweiz.

Kreis #07
Rebecca Gisler «Vom Onkel» (2022) | «D'oncle» (2021)
Rebecca Gisler (*1991) schreibt zweisprachig. Ihr Romanerstling «D'oncle» (Verdier, 2021) wurde mit einem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. 2022 erschien die deutsche Version «Vom Onkel» (Atlantis). In einem Haus an der Küste der Bretagne verbringen zwei Schweizer Geschwister einige Monate mit ihrem exzentrischen Onkel, der sich um die Gebote des gesunden Lebens foutiert. Mit Präzision und Understatement porträtiert die Ich-Erzählerin ihre Wohngemeinschaft. Bei allem Humor schwingt auch tiefe Trauer mit. Ein unbekümmerter Umgang mit Konventionen charakterisiert Inhalt und Stil der beiden Bücher. Wortschöpfungen und Redewendungen, die durch den Kontakt der Sprachen entstehen, tragen bei zu ihrem eigenwilligen, einzigartigen Ton.

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch Autor:innen, Verleger:innen oder Übersetzer:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus auf Französisch oder Deutsch:
Rebecca Gisler. «D'oncle». Éditions Verdier, Paris 2021.
Rebecca Gisler. «Vom Onkel». Atlantis Verlag, Zürich 2022.

Diskutiert wird gerne mehrsprachig.

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


litafrika – Artistic Encounters
Ausstellung
Fr 16. Juni – So 10. September 2023
Strauhof Zürich

«Die Ausstellung präsentiert einige der begabtesten zeitgenössischen Autor:innen, Musiker:innen, Schauspieler:innen und bildenden Künstler:innen meiner Generation aus dem englisch-, französisch- und portugiesischsprachigen Afrika. Nur 25% der Nationen meines Afrikas sind in der Ausstellung vertreten, aber als Panafrikanistin ziehe ich es vor, Grenzen ausser Acht zu lassen und mich darauf zu konzentrieren, wie unsere Geschichten, Klänge, Ausdrucksformen und Kunst quer über den zweitgrössten Kontinent der Welt widerhallen», so Kuratorin Zukiswa Wanner (Kenia/Südafrika).

Die Ausstellung «Artistic Encounters» inszeniert Auszüge aus acht zeitgenössischen Romanen: Über Länder- und Sprachgrenzen hinweg sind acht künstlerische Begegnungen entstanden, die Literatur in Musik, Performance und Kunst übertragen.

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In Kooperation mit dem Strauhof Zürich
Unterstützt von Pro Helvetia

Kuration: Zukiswa Wanner
Projektleitung: Christa Baumberger und Rémi Jaccard
Mitarbeit: Melissa Caflisch, Nicole Schmid, Philip Sippel und Käthe Wünsch
Grafik: Rahel Arnold

Zur Ausstellung erscheint «litafrika – Artistic Encounters. 8 Bücher – 8 Begegnungen», Edition Litar 03. 80 S., mit Texten, Fotos und Abbildungen. CHF 7.–  Bestellung: info@litar.ch

Download: Flyer Artistic Encounters

Ausstellung: 16. Juni – 10. September 2023

Öffnungszeiten:
Di | Mi | Fr 12–18 Uhr
Do 12–22 Uhr
Sa | So 11–17 Uhr

Ausgewählte Ausstellungsinhalte und Online-Veranstaltungen: @litafrika

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich

Fotos: ZVG


Fr 16. Juni 2023 | 12.00–20.00 Uhr

litafrika – Artistic Encounters
Eröffnung
Strauhof Zürich

Wir feiern die Eröffnung von Teil II der litafrika-Serie: Nachdem im letzten Jahr in «Poesien eines Kontinents» die postkoloniale Lyrik Afrikas im Mittelpunkt stand, präsentiert nun Kuratorin Zukiswa Wanner (Südafrika/Kenia) mit acht «Artistic Encounters» zeitgenössische Autor:innen und Künstler:innen. Über ihre Ausstellung sagt sie: «Nur 25% der Nationen meines Afrikas sind in der Ausstellung vertreten, aber als Panafrikanistin ziehe ich es vor, Grenzen ausser Acht zu lassen und mich darauf zu konzentrieren, wie unsere Geschichten, Klänge, Ausdrucksformen und Kunst quer über den zweitgrössten Kontinent der Welt widerhallen». Zukiswa Wanner wird an der Vernissage den ganzen Nachmittag über im Strauhof anzutreffen sein.

Programm (auf Englisch)
12.30 Uhr
Begrüssung, Zukiswa Wanner führt durch die Ausstellung.
17–18 Uhr
Begrüssung von Zukiswa Wanner (Kuratorin), Christa Baumberger (Litar) und Rémi Jaccard (Strauhof)
Gespräch mit der Autorin Virgília Ferrão (Mosambik) und dem Autor Ondjaki (Angola, online zugeschaltet),​ Moderation: Zukiswa Wanner.
18.30 Uhr
Zukiswa Wanner führt durch die Ausstellung.

Download: Flyer Artistic Encounters

Ausstellung: 16. Juni – 3. September 2023

Öffnungszeiten Strauhof:
Di–Fr 12–18 Uhr
Do 12–22 Uhr
Sa 11–17 Uhr
So 11–17 Uhr

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Sa 10. Juni 2023 | 13.00–17.00 Uhr

Frisch und Fein. Exil Zürich 1933
Finissage
Galerie Litar Zürich

13 Uhr Open House
14 Uhr Ursula von Wiese: Die Enkelin Cordelia Guggenheim teilt Erinnerungen, zeigt Porträts und liest aus Ursula von Wieses Autobiografie «Vogel Phoenix» (1994).
15 Uhr Nettie Sutro – Ignazio Silone: Schauspielerin Miriam Japp liest aus Nettie Sutros Übersetzung von Silones antifaschistischem Roman «Fontamara» (1933).
15.15 Uhr Trude Fein – Robert Freitag: Kurator Martin Dreyfus liest aus Freitags Autobiografie «Es wollt mir behagen mit Lachen die Wahrheit zu sagen» (1994) und spricht über das literarische Exil in der Schweiz. 
Dazwischen und danach: Apero und freie Besichtigung der Ausstellung.

Zum Abschluss der Ausstellung erhalten die Übersetzerinnen das Wort. Ihr Werk lebt weiter, auch wenn sie längst alle verstorben sind. Denn mit ihrem vielfältigen Schaffen haben Sie unzählige Autor:innen im deutschen Raum bekannt gemacht: von Lew Tolstoi bis Agatha Christie. Ein achtfaches Hoch auf ihr unermüdliches Schaffen und ihr Ringen um Anerkennung!

Der 90. Jahrestag der Bücherverbrennungen von Mai 1933 ist Anlass für eine Ausstellung zu Zürich als Ort des literarischen Exils. Im Mittelpunkt stehen acht Übersetzerinnen: Trude Fein, Fega Frisch, Edith Gradmann-Gernsheim, Anna Katharina Rehmann-Salten, Eva Maria Röder-Kann, Eva Salomonski, Nettie Sutro und Ursula von Wiese. Nie gehört – nie gelesen? So geht es wohl den meisten. Denn viel zu rasch gingen diese Übersetzerinnen vergessen.

Zur Ausstellung erscheint Edition Litar 02 mit einem ausführlichen Gespräch zu Übersetzer:innen im Schweizer Exil in den 1930er Jahren, Kurzbiografien der Übersetzerinnen, Dokumenten und einem Foto-Essay zur Sammlung Martin Dreyfus.

Eintritt frei; Publikation CHF 5

Download: PDF Flyer «Frisch und Fein»

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Sa 3. Juni 2023 | 14.00 Uhr

Frisch und Fein. Exil Zürich 1933
Führung mit Martin Dreyfus
Galerie Litar Zürich

Acht Übersetzerinnen in den 1930er Jahren – acht sehr unterschiedliche Lebenswege und Werke. Doch eines haben sie gemeinsam: Alle wurden durch das nationalsozialistische Regime zur Emigration gezwungen. Die Führung beleuchtet ihre Lebensumstände und ihr literarisches Schaffen im Schweizer Exil: War das Übersetzen Brotberuf oder künstlerische Berufung? Konnten sie in der Schweiz überhaupt arbeiten? Wie sah es mit der Anerkennung aus – und weshalb gingen sie eigentlich so rasch und gründlich vergessen? 

Der 90. Jahrestag der Bücherverbrennungen von Mai 1933 ist Anlass für eine Ausstellung zu Zürich als Ort des literarischen Exils. Im Mittelpunkt stehen acht Übersetzerinnen: Trude Fein, Fega Frisch, Edith Gradmann-Gernsheim, Anna Katharina Rehmann-Salten, Eva Maria Röder-Kann, Eva Salomonski, Nettie Sutro und Ursula von Wiese. Nie gehört – nie gelesen? So geht es wohl den meisten. Die Galerie Litar wird für die Dauer der Ausstellung in eine Exil-Bibliothek verwandelt, die Einblick in Leben und Schaffen dieser unerlässlichen Literaturvermittlerinnen gibt.

Freie Besichtigung der Ausstellung: 13.00–16.00 Uhr
Führung: 14.00–14.30 Uhr

Die Ausstellung «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933» wird vom 15. April – 10. Juni 2023 in der Galerie Litar gezeigt.

Download: PDF Flyer «Frisch und Fein»

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Do 25. Mai 2023 | 12.15–13.00 Uhr

Gut übersetzt, schlecht bezahlt: Fega Frisch
45 Minuten mit Marina Rougemont, Übersetzungswissenschaftlerin
Online-Veranstaltung

Fega Frisch (1878–1964) flüchtete 1933 von Berlin nach Ascona. Seit 1909 hatte sie sich als Übersetzerin aus dem Russischen profiliert. Im Exil übte sie diesen Beruf weiter aus, aber unter anderen Vorzeichen: Sie musste eingeschränkte Publikationsmöglichkeiten und tiefe Honorare hinnehmen. Die Zäsur, die die Flucht in ihrem Schaffen darstellt, ist exemplarisch für viele emigrierte Übersetzer:innen. Die Übersetzungswissenschaftlerin Marina Rougemont gibt Einblick in das Leben und literarische Schaffen von Fega Frisch. Ausserdem stellt sie das Forschungsprojekt Exil: Trans vor, das Übersetzer:innen im Exil von 1933–1945 gewidmet war. Marina Rougemont hat im Rahmen dieser Forschungskooperation der Universitäten Main/Germersheim, Wien und Lausanne von 2019 bis 2022 Fega Frischs Nachlass im Leo Baeck Institute (New York) ausgewertet.

Im Rahmen der Ausstellung «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933» (15. April – 10. Juni 2023 in der Galerie Litar); eine Kooperation mit dem Centre de traduction littéraire der Universität Lausanne.

Der Vortrag findet über Zoom statt; die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung und Link: info@litar.ch

Download: PDF Flyer «Frisch und Fein»


Di 16. Mai 2023 | 19.00 Uhr

Über-Setzen: Von Ländern, Sprachen und Texten
Gespräch mit Eva Koralnik, Literaturagentin, und Martin Dreyfus, Exilliteratur-Experte
Galerie Litar Zürich

Übersetzen kann man von einer Sprache in eine andere, aber auch von einem Land in ein anderes kann man übersetzen oder über-setzen. So haben gerade etwa jene Emigrant:innen, die in den 1930er von Deutschland nach dem damaligen Palästina auswanderten, ihre Sprache als einen wertvollen Besitz in ihre neue Heimat mitgenommen.

In späteren Jahrzehnten hat Eva Koralnik-Rottenberg, damals in Israel, hebräisch schreibende Schriftsteller:innen in die deutsche Sprache übersetzt. Aber auch als langjährige Literaturagentin in Zürich hat sie eng mit Übersetzer:innen zusammengearbeitet und die in der Ausstellung porträtierte Ursula von Wiese persönlich gekannt. Fega Frisch wiederum, die aus dem Jiddischen und Russischen übersetzte, war gemeinsam mit ihrem Mann, dem Autor Efraim Frisch, im Austausch mit Omanut, einem Verein, der seit 1941 jüdische Kunst in der Schweiz fördert. Dessen heutige Präsidentin Karen Roth spricht mit Eva Koralnik und Martin Dreyfus über das Übersetzen als Kulturtransfer und über die Bereicherung, welche Literaturlandschaften durch Übersetzer:innen erfahren, was oft viel zu wenig gewürdigt wird.

Im Rahmen der Ausstellung «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933» (15. April – 10. Juni 2023 in der Galerie Litar); die Ausstellung ist vor und nach der Veranstaltung geöffnet (17.00 – ca. 21.00 Uhr).

Eine Kooperation mit Omanut, dem Forum für jüdische Kunst und Kultur.

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Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Sa 13. Mai 2023 | 14.00 Uhr

Frisch und Fein. Exil Zürich 1933
Führung mit Christa Baumberger und Nicole Schmid
Galerie Litar Zürich

Acht Übersetzerinnen in den 1930er Jahren – acht sehr unterschiedliche Lebenswege und Werke. Doch eines haben sie gemeinsam: Alle wurden durch das nationalsozialistische Regime zur Emigration gezwungen. Die Führung beleuchtet ihre Lebensumstände und ihr literarisches Schaffen im Schweizer Exil: War das Übersetzen Brotberuf oder künstlerische Berufung? Konnten sie in der Schweiz überhaupt arbeiten? Wie sah es mit der Anerkennung aus – und weshalb gingen sie eigentlich so rasch und gründlich vergessen? 

Der 90. Jahrestag der Bücherverbrennungen von Mai 1933 ist Anlass für eine Ausstellung zu Zürich als Ort des literarischen Exils. Im Mittelpunkt stehen acht Übersetzerinnen: Trude Fein, Fega Frisch, Edith Gradmann-Gernsheim, Anna Katharina Rehmann-Salten, Eva Maria Röder-Kann, Eva Salomonski, Nettie Sutro und Ursula von Wiese. Nie gehört – nie gelesen? So geht es wohl den meisten. Die Galerie Litar wird für die Dauer der Ausstellung in eine Exil-Bibliothek verwandelt, die Einblick in Leben und Schaffen dieser unerlässlichen Literaturvermittlerinnen gibt.

Freie Besichtigung der Ausstellung: 13.00–16.00 Uhr
Führung: 14.00–14.30 Uhr

Weitere Führung:
Sa 3. Juni 2023 | 14.00 Uhr mit Martin Dreyfus, Kurator

Die Ausstellung «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933» wird vom 15. April – 10. Juni 2023 in der Galerie Litar gezeigt.

Eintritt, Führung und Publikation CHF 5

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Mi 10. Mai 2023 | 12.15–12.45 Uhr

1933 und die Folgen
30 Minuten mit dem Sammler Martin Dreyfus
Strauhof Zürich

Ein Gespräch im Rahmen der Ausstellung «Satanische Verse & verbotene Bücher» zu den Bücherverbrennungen im nationalsozialistischen Deutschland im Mai 1933. Mit Martin Dreyfus, Sammler und Kurator der Ausstellung «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933» (15. April – 10. Juni 2023 in der Galerie Litar).

Zusätzlich zum Ausstellungsticket CHF 6
Anmeldung: vermittlung@strauhof.ch

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Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Di 9. Mai 2023  | 19.00–21.00 Uhr

Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #06
Leta Semadeni «Amur, grosser Fluss» und Gedichte
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krisen und gesellschaftlichen Gräben wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der 2022 ins Leben gerufene Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet. 2023 liegt der Schwerpunkt auf Autor:innen aus der Schweiz.

Kreis #06
Leta Semadeni «Amur, grosser Fluss» und Gedichte (Rätoromanisch / Deutsch) (2022)
Leta Semadeni (*1944) ist Preisträgerin des Schweizer Grand Prix Literatur 2023. Ihr vielgestaltiges Werk umfasst Lyrik, Kurzprosa, Romane und Kinderbücher. Literarische Mehrsprachigkeit spielt in allen ihren Texten eine grosse Rolle, denn ihr Œuvre öffnet einen weiten Echoraum verschiedener Sprachen. So schreibt sie ihre Gedichte in zwei Sprachen, auf Rätoromanisch und Deutsch, wobei es autonome Sprachschöpfungen sind, die im dialogischen Wechselspiel der beiden Sprachen entstehen. Ihre zwei Romane hingegen hat sie auf Deutsch verfasst: «Amur, grosser Fluss» (Atlantis 2022) und «Tamangur» (Rotpunktverlag 2016), für den sie 2016 einen Schweizer Literaturpreis erhalten hat. Wir diskutieren über ihren aktuellen Roman «Amur, grosser Fluss» (Atlantis 2022) und lesen einige Gedichte aus dem Gedichtband «Ich bin doch auch ein Tier – Eu sun bain eir sco Tü» (Atlantis 2022). Es sind keine Rätoromanischkenntnisse notwendig.

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch Autor:innen, Verleger:innen oder Übersetzer:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus: 
Leta Semadeni. Amur, grosser Fluss. Atlantis Verlag, Zürich 2022
Leta Semadeni. Ich bin doch auch ein Tier – Eu sun bain eir sco Tü. Gesammelte Gedichte. Atlantis Verlag, 2022. Eine Auswahl von Gedichten (Deutsch/Rätoromanisch) wird nach der Anmeldung als PDF zugestellt.

Diskutiert wird gerne mehrsprachig.

Die öffentliche Preisverleihung des Grand Prix Literatur findet am Freitag, 19. Mai 2023, im Rahmen der Solothurner Literaturtage statt.

Weitere Lesekreis-Termine 2023: Di 27. Juni, Di 29. August, Di 7. November.

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Sa 6. Mai 2023 | 14.00 Uhr

Frisch und Fein. Exil Zürich 1933
Führung mit Martin Dreyfus
Galerie Litar Zürich

Acht Übersetzerinnen in den 1930er Jahren – acht sehr unterschiedliche Lebenswege und Werke. Doch eines haben sie gemeinsam: Alle wurden durch das nationalsozialistische Regime zur Emigration gezwungen. Die Führung beleuchtet ihre Lebensumstände und ihr literarisches Schaffen im Schweizer Exil: War das Übersetzen Brotberuf oder künstlerische Berufung? Konnten sie in der Schweiz überhaupt arbeiten? Wie sah es mit der Anerkennung aus – und weshalb gingen sie eigentlich so rasch und gründlich vergessen? 

Der 90. Jahrestag der Bücherverbrennungen von Mai 1933 ist Anlass für eine Ausstellung zu Zürich als Ort des literarischen Exils. Im Mittelpunkt stehen acht Übersetzerinnen: Trude Fein, Fega Frisch, Edith Gradmann-Gernsheim, Anna Katharina Rehmann-Salten, Eva Maria Röder-Kann, Eva Salomonski, Nettie Sutro und Ursula von Wiese. Nie gehört – nie gelesen? So geht es wohl den meisten. Die Galerie Litar wird für die Dauer der Ausstellung in eine Exil-Bibliothek verwandelt, die Einblick in Leben und Schaffen dieser unerlässlichen Literaturvermittlerinnen gibt.

Freie Besichtigung der Ausstellung: 13.00–16.00 Uhr
Führung: 14.00–14.30 Uhr

Weitere Führungen:
Sa 13. Mai 2023 | 14.00 Uhr mit Christa Baumberger und Nicole Schmid, Litar
Sa 3. Juni 2023 | 14.00 Uhr mit Martin Dreyfus, Kurator

Die Ausstellung «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933» wird vom 15. April – 10. Juni 2023 in der Galerie Litar gezeigt.

Eintritt, Führung und Publikation CHF 5

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Di 25. April 2023 | 19.30–21.00Uhr
Di 2. Mai 2023 | 19.30–21.00 Uhr
Sa 6. Mai 2023 | 10.30–12.00

90 Jahre Bücherverbrennung
1933 als Zäsur in der deutschen Literatur
Volkshochschule Zürich

Mit der faktischen Auflösung der Sektion für Dichtkunst der Preussischen Akademie und den Bücherverbrennungen von Mai 1933 wird eine Zäsur in der deutschen Literatur eingeleitet, die weit über die Kriegsjahre hinauswirkt. Die Vorlesung zeigt, in welch unterschiedlichen Lagen sich einzelne im Reich verbliebene Autor:innen wie Gottfried Benn, Erich Kästner oder Hans Fallada befanden, und bespricht unter anderem die Rezeption ihrer Werke. Daneben geht es auch um ihre exilierten Kolleg:innen, von denen einige vorerst weiter in Deutschland verlegt werden konnten.

Kursleitung: Martin Dreyfus, Kurator der Ausstellung «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933» (15. April – 10. Juni 2023 in der Galerie Litar).

Der Kurs beinhaltet zwei Vorlesungstermine an der Volkshochschule Zürich und eine Exkursion in die Ausstellung «Satanische Verse & verbotene Bücher» im Strauhof Zürich; Anmeldung erforderlich.

Kosten Kurs inkl. Exkursion CHF 100
Informationen und Anmeldung: vhszh.ch

Vorlesungen:
KO2-F-150
Universität Zürich-Zentrum
Rämistrasse 71
CH-8006 Zürich

Exkursion:
Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Sa 29. April 2023 | 14.00 Uhr

Frisch und Fein. Exil Zürich 1933
Führung mit Martin Dreyfus
Galerie Litar Zürich

Acht Übersetzerinnen in den 1930er Jahren – acht sehr unterschiedliche Lebenswege und Werke. Doch eines haben sie gemeinsam: Alle wurden durch das nationalsozialistische Regime zur Emigration gezwungen. Die Führung beleuchtet ihre Lebensumstände und ihr literarisches Schaffen im Schweizer Exil: War das Übersetzen Brotberuf oder künstlerische Berufung? Konnten sie in der Schweiz überhaupt arbeiten? Wie sah es mit der Anerkennung aus – und weshalb gingen sie eigentlich so rasch und gründlich vergessen? 

Der 90. Jahrestag der Bücherverbrennungen von Mai 1933 ist Anlass für eine Ausstellung zu Zürich als Ort des literarischen Exils. Im Mittelpunkt stehen acht Übersetzerinnen: Trude Fein, Fega Frisch, Edith Gradmann-Gernsheim, Anna Katharina Rehmann-Salten, Eva Maria Röder-Kann, Eva Salomonski, Nettie Sutro und Ursula von Wiese. Nie gehört – nie gelesen? So geht es wohl den meisten. Die Galerie Litar wird für die Dauer der Ausstellung in eine Exil-Bibliothek verwandelt, die Einblick in Leben und Schaffen dieser unerlässlichen Literaturvermittlerinnen gibt.

Freie Besichtigung der Ausstellung: 13.00–16.00 Uhr
Führung: 14.00–14.30 Uhr

Weitere Führungen:
Sa 6. Mai 2023 | 14.00 Uhr mit Martin Dreyfus, Kurator
Sa 13. Mai 2023 | 14.00 Uhr mit Christa Baumberger und Nicole Schmid, Litar
Sa 3. Juni 2023 | 14.00 Uhr mit Martin Dreyfus, Kurator

Die Ausstellung «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933» wird vom 15. April – 10. Juni 2023 in der Galerie Litar gezeigt.

Eintritt, Führung und Publikation CHF 5

Download: PDF Flyer «Frisch und Fein»

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Do 20. April 2023 | 12.30–14.00Uhr

litafrika
Literaturmittag mit Regula Renschler, Journalistin und Übersetzerin
Litar Zürich

Feministisch und rassismuskritisch: Das jahrzehntelange Engagement der Schweizer Journalistin und Übersetzerin Regula Renschler (*1935) überschreitet Grenzen. Nicht nur war sie die erste Frau in der Redaktion des Tages-Anzeigers und Fachbereichsleiterin bei der Erklärung von Bern (heute «Public Eye»), sondern sie begründete 1975 mit der Broschüre «Dritte Welt: empfehlenswerte Kinder-und Jugendbücher» (heute «Fremde Welten»), den Verlag und Verein «baobab books», 1977 den «Arbeitskreis Tourismus und Entwicklung» (heute «*fairunterwegs») und 1985 das Fraueninformationszentrum FIZ. 2001 war sie Mitinitiantin des Übersetzerhauses Looren. Ab 1985 war Regula Renschler als Redaktorin bei Radio SRF für Kultur und Politik aus Afrika und Lateinamerika tätig. Ein Gespräch über die Anfänge eines bewussteren Dialogs zwischen dem Globalen Norden und Süden.

Die Reihe «Literaturmittag» fördert den Austausch zu Literaturen und Kulturen aus dem afrikanischen Kontinent. Jeder «Literaturmittag» hat einen Gast und einen thematischen Schwerpunkt. Konzept und Moderation der Reihe: Christa Baumberger und Nicole Schmid.

Dieser Literaturmittag findet im Anschluss an ein kleines Mittagessen statt.

Die Runde ist offen, Gäste sind herzlich willkommen. Anmeldung (bis 16. April): info@litar.ch

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Fr 14. April 2023 | 17.00–20.00 Uhr

Frisch und Fein. Exil Zürich 1933
Vernissage
Galerie Litar Zürich

Ab 17 Uhr Open House
18 Uhr Ansprachen Martin Dreyfus, Kurator, und Christa Baumberger, Leitung Litar.
Im Anschluss Apéro.

Scheinwerfer an in der Galerie Litar für acht Übersetzerinnen! Wir eröffnen die Ausstellung «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933». Zum 90. Jahrestag der Bücherverbrennungen von Mai 1933 werfen wir ein neues Licht auf das literarische Exil in der Schweiz. Zum ersten Mal stehen Übersetzerinnen im Mittelpunkt: Trude Fein, Fega Frisch, Edith Gradmann-Gernsheim, Anna Katharina Rehmann-Salten, Eva Maria Röder-Kann, Eva Salomonski, Nettie Sutro und Ursula von Wiese. Sie sind weitgehend unbekannt und unbedingt eine Entdeckung wert! Gemeinsam mit dem Sammler Martin Dreyfus haben wir in der Galerie Litar eine Ausstellung konzipiert, die Einblick in ihr Schaffen und ihre verschlungenen Lebensläufe bietet und ein ganzes Bücherlabyrinth entdecken lässt: zum Bestaunen, Eintauchen, Aufklappen und Lesen.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung:  Vortrag, Gesprächsrunde, Führungen und ein Literaturmittag zu den Bücherverbrennungen in Kooperation mit dem Strauhof  Zürich, Ausstellung «Satanische Verse & verbotene Bücher».

Zur Ausstellung erscheint Edition Litar 02 mit einem ausführlichen Gespräch zu Übersetzer:innen im Schweizer Exil in den 1930er Jahren, Kurzbiografien der Übersetzerinnen, Dokumenten und einem Foto-Essay zur Sammlung Martin Dreyfus.

Ausstellung: 15. April – 10. Juni 2023

Öffnungszeiten:
Mi | Fr 14–18 Uhr
Sa 13–16 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Eintritt frei; Publikation CHF 5

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Sa 15. April – Sa 10. Juni 2023

Frisch und Fein. Exil Zürich 1933
Installation und Ausstellung
Galerie Litar Zürich

Der 90. Jahrestag der Bücherverbrennungen von Mai 1933 ist Anlass für eine Ausstellung zu Zürich als Ort des literarischen Exils. Doch für einmal geht es nicht um bekannte Autorinnen und Autoren wie Thomas Mann oder Else Lasker-Schüler. Im Mittelpunkt stehen acht Übersetzerinnen: Trude Fein, Fega Frisch, Edith Gradmann-Gernsheim, Anna Katharina Rehmann-Salten, Eva Maria Röder-Kann, Eva Salomonski, Nettie Sutro und Ursula von Wiese. Nie gehört – nie gelesen? So geht es wohl den meisten. Denn viel zu rasch gingen diese Übersetzerinnen vergessen. Die Galerie Litar wird für die Dauer der Ausstellung in eine Exil-Bibliothek verwandelt: Sie bietet viele Entdeckungen und lädt zum Schmökern und Verweilen ein. Ausgewählte Dokumente geben Einblick in Leben und Schaffen dieser unerlässlichen Literaturvermittlerinnen, und mit einer Installation aus Text und Bild erhalten sie den ihnen gebührenden Raum.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung:  Vortrag, Gesprächsrunde, Führungen und ein Literaturmittag zu den Bücherverbrennungen in Kooperation mit dem Strauhof  Zürich, Ausstellung «Satanische Verse & verbotene Bücher».

Zur Ausstellung erscheint Edition Litar 02 «Frisch und Fein. Exil Zürich 1933». Herausgegeben von Christa Baumberger und Martin Dreyfus. Mit einem Gespräch zum Übersetzen in den 1930er Jahren, Kurzbiografien der Übersetzerinnen, Dokumenten und einem Foto-Essay zur Sammlung Martin Dreyfus von Ayse Yavas.

Ausstellung: 15. April – 10. Juni 2023
Vernissage: Fr 14. April 2023, 17–20 Uhr 

Öffnungszeiten:
Mi | Fr 14–18 Uhr
Sa 13–16 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Kuration: Martin Dreyfus
Projektleitung und Rauminszenierung: Christa Baumberger, Litar
Ausstellungsgrafik und Gestaltung Edition Litar: Rahel Arnold
Fotografie: Ayse Yavas
Szenografie: Klauser Lienhard Design Studio

Eintritt und Publikation CHF 5

Download: PDF Flyer «Frisch und Fein»

Die Ausstellung wird unterstützt von Stadt Zürich Kultur.

Litar
Letzistrasse 23
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Di 28. Februar 2023  | 19.00–21.00 Uhr

Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #05
«Blutbuch»
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krisen und gesellschaftlichen Gräben wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der im 2022 ins Leben gerufene Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet. 2023 werden wir vermehrt jüngere Autor:innen aus der Schweiz lesen.

Kreis #05
Kim de l'Horizon «Blutbuch» (2022)
Kim de l'Horizon (*1992) hat im Herbst 2022 mit «Blutbuch» Furore gemacht: Das Romandebüt  wurde mit dem Deutschen Buchpreis und dem Schweizer Buchpreis 2022 ausgezeichnet. Elf Jahre lang hat Kim de l'Horizon daran gearbeitet. «Blutbuch» ist eine Familiengeschichte, die für menschliche Erfahrungen – Kindheit, Familienbande, Körperwahrnehmung, Sexualität – Bilder jenseits des Gewohnten findet. Es ist eine  Suche nach anderen Arten von Wissen und Überlieferung, Erzählen und Ichwerdung. Kim de l'Horizon entwickelt eine flüssige und strömende Art des Schreibens, die nicht festlegt, sondern öffnet. Dringlich, radikal, existenziell, vielsprachig. 

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch Autor:innen, Verleger:innen oder Übersetzer:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus: 
Kim de l'Horizon. Blutbuch. DuMont Buchverlag, Köln 2022

Diskutiert wird gerne mehrsprachig.

Anmeldung (bis 24. Februar): 044 291 99 00 | info@litar.ch

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Di 31. Januar 2023  | 19.30 Uhr

Weltenweit | Lesung und Diskussion
Hommage an Mariella Mehr.
Mit Yael Inokai, Thomas Emmenegger, Anna Ruchat, Christa Baumberger und Miriam Japp

Mariella Mehr ist im September 2022 verstorben. Mit ihr ist eine der eigenwilligsten und widerständigsten Stimmen der Schweiz verstummt. Doch ihre Texte und Lebensthemen bleiben: Der Mensch im Spannungsfeld von Psychiatrie, Wissenschaft und Gesellschaft, der gewaltvolle Umgang mit Minderheiten, aber auch die Selbstermächtigung durch Literatur und das Glück, eine Sprache für das Unsagbare zu finden. Christa Baumberger spricht mit der Autorin Yael Inokai und dem Psychiater Thomas Emmenegger über ihre Begegnungen mit dem Werk von Mariella Mehr. Yael Inokais Roman «Ein simpler Eingriff» (Hanser 2022) verhandelt vor dem Hintergrund einer psychiatrischen Klinik die Themen Entmenschlichung und Freiheitsdrang. Thomas Emmenegger antwortet als Zeitzeuge und Arzt auf «Von Mäusen und Menschen» (Limmat 2022), Mehrs Rede anlässlich der Ehrendoktorwürde im Jahr 1998, in welcher sie die Medizinwissenschaft eindringlich an ihre Verantwortung erinnert. Miriam Japp liest aus Mehrs Werk.

Infos und Tickets: Literaturhaus

Literaturhaus
Limmatquai 62
CH-8001 Zürich


Sa 3. Dezember 2022 | 13.00–17.00 Uhr

Aus der Stille ... Peter Liechti
Finissage
Galerie Litar Zürich

Ab 13 Uhr Open House
14 Uhr Gespräch mit Marco Baschera, Literaturwissenschaftler, David Wegmüller, Filmkurator und Herausgeber, und Christa Baumberger (Moderation). Präsentation des Bandes «Peter Liechti. Personal Cinema», Scheidegger & Spiess, 2022.

Die Ausstellung «Aus der Stille ... Peter Liechti» ist eine leise Hommage an den herausragenden Schweizer Filmkünstler und Autor Peter Liechti (1951–2014). Schreibend, denkend und filmend war er den Grundfragen der menschlichen Existenz auf der Spur. 

Zum Abschluss der Ausstellung überblicken wir Peter Liechtis künstlerisches Schaffen noch einmal vom Anfang und vom Ende her. Ein Gespräch über Anfänge, das Glück des Schreibens und das beiläufige Erhaschen von Bildern – und über Liechtis Nähe zu Robert Walser, der sagte: «Man braucht nicht viel Besonderes zu sehen. Man sieht so schon viel …». Im Gespräch wird auch die neue Monografie «Peter Liechti. Personal Cinema» (Scheidegger & Spiess 2022) präsentiert, die erstmals einen Überblick über Liechtis künstlerisches Schaffen gibt.

Download: PDF Flyer «Aus der Stille»

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Sa 26. November 2022 | 15.00 Uhr

Aus der Stille ... Peter Liechti
Letzte Kurzführung
Galerie Litar Zürich

Mit Christa Baumberger, Leitung Litar und Kuratorin 

Wie gerät man in Geschichten hinein und wieder hinaus? Wo sind die schönen Anfänge? Und wie kombiniert man Sprache, Bild und Klang? So lauten einige von Peter Liechtis Grundfragen. Sein künstlerisches Werk hat eine grosse Nähe zur Literatur, insbesondere zu Robert Walser und Franz Kafka. Die Kurzführung geht diesen literarischen Spuren nach, anhand seiner Notiz- und Skizzenbücher, einem bildnerischen Werk zu Kafka und weiterer Lieblingsobjekte aus der Ausstellung.

Die  Ausstellung «Aus der Stille ... Peter Liechti» ist eine leise Hommage an den herausragenden Schweizer Filmkünstler und Autor Peter Liechti (1951–2014). Schreibend, denkend und filmend war er den Grundfragen der menschlichen Existenz auf der Spur. In Filmen wie «Signers Koffer», «Vaters Garten», «Hans im Glück» und «The Sound of Insects» hat er das Verhältnis von Leben und Tod, die Beziehung zu den Eltern und das eigene Dasein in der Welt ergründet. Radikal subjektiv, mit feinem Humor und Sinn für die Poesie des Alltags. Zur Ausstellung gehört auch ein Kino im Kleinformat sowie ein Blick ins Nichts. 

Freie Besichtigung der Ausstellung 13.00–16.00 Uhr.

Eintritt CHF 5 (darin inbegriffen das Booklet «Aus der Stille ... Peter Liechti» | Edition Litar 01)

Die Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti» wird vom 8. Oktober – 3. Dezember 2022 in der Galerie Litar gezeigt. Die Kurzführungen werden im Rahmen von «Zürich liest» angeboten.

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Fr 11. November 2022 | 20.00 Uhr

Konzert Norbert Möslang und Christian Weber
Galerie Litar Zürich

Ein Abend ganz im Zeichen der Klänge, Geräusche, Töne. Ein Konzert als Hommage an Peter Liechti – losgelöst von seinen Filmen. Mit Norbert Möslang, Electronics, und Christian Weber, Kontrabass.

Der Musiker, Komponist und Klangerfinder Norbert Möslang (*1952) arbeitete während Jahrzehnten eng mit Peter Liechti zusammen. Als Duo Voice Crack (mit Andy Guhl) wurde er Anfang der 1970er Jahre für seine «Geräuschemusik» bekannt; Peter Liechti widmete ihnen den Film Kick that Habit (1987). Möslang lieferte die Filmmusik zu zahlreichen Liechti-Filmen und wurde mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Swiss Film Award für Beste Filmmusik und Cinema Eye Award New York für Das Summen der Insekten (2009).

Christian Weber (*1972) gehört zu den vielseitigsten und eigenständigsten Exponenten der aktuellen Jazzszene. Er spielt in diversen Formationen, tourt von Asien bis in die USA und ist in der europäischen Improvisations-Szene bestens etabliert. Für den Film Das Summen der Insekten hat er ebenfalls Klangsequenzen beigesteuert.

Eintritt CHF 10

Das Konzert  ist Teil des Rahmenprogramms der Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti», die vom 8. Oktober – 3. Dezember 2022 in der Galerie Litar gezeigt wird.

Download: PDF Flyer

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Di 8. November 2022  | 19.00–21.00 Uhr
Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #04
«Geschichte eines Lebens»
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krise und des Krieges wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der neue Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet. 

Kreis #04
Aharon Appelfeld «Geschichte eines Lebens» (2005)
Am letzten Abend im 2022 geht es um Aharon Appelfelds autobiografischen Roman «Geschichte eines Lebens» (2005). Der jüdische Protagonist, 1932 in Czernowitz (heute Ukraine) geboren, überlebt als Kind alleine den Zweiten Weltkrieg und gelangt mit 16 Jahren nach Palästina. Mit dem Hebräischen eignet er sich eine neue Sprache an, die auch seine Literatursprache wird.

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch die Autor:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus: 
Aharon Appelfeld: Geschichte eines Lebens. Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer. Rowohlt, Berlin 2005

Diskutiert wird gerne mehrsprachig (v.a. Deutsch und Französisch).

Anmeldung (bis 4. November): 044 291 99 00 | info@litar.ch

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CH-8006 Zürich

Der Agenda-Eintrag zeigt ein Werk des Zürcher Künstlers Urs Frei. Er wird von der Galerie Mark Müller, Zürich, vertreten. Foto: Zeljko Gataric. 


Mi 2. November 2022 | 20.00 Uhr

«Das Summen der Insekten (The Sound of Insects) – Bericht einer Mumie» (2009)
Galerie-Kino Litar
Galerie Litar Zürich

Im tiefen Winter findet der Jäger S. im abgelegensten Waldstrich des Landes die Mumie eines etwa 40-jährigen Mannes. Aufgrund der minuziösen Aufzeichnung des Toten stellt sich heraus, dass der Mann im vorhergegangenen Sommer Selbstmord durch Verhungern begangen hatte. Ein filmisches Manifest für das Leben – herausgefordert durch den radikalen Verzicht darauf.

Eine sehr persönliche Annäherung an einen fiktionalen Text, welcher wiederum auf einer wahren Begebenheit beruht. Nach der Novelle «miira ni narumade» von Shimada Masahiko.

Eintritt CHF 5

Anmeldung: 044 291 99 00 |  info@litar.ch

Die Filmvorführung ist Teil des Rahmenprogramms der Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti», die vom 8. Oktober – 3. Dezember 2022 in der Galerie Litar gezeigt wird.

Die Ausstellung ist vor der Filmvorführung geöffnet (durchgehend ab 14.00 Uhr).

Download: PDF Flyer «Aus der Stille»

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Sa 29. Oktober 2022 | 14.00 Uhr

Aus der Stille ... Peter Liechti
Kurzführung am Festival «Zürich liest»
Galerie Litar Zürich

14.00–14.30 Uhr Kurzführung mit Christa Baumberger, Leitung Litar und Kuratorin 

Wie gerät man in Geschichten hinein und wieder hinaus? Wo sind die schönen Anfänge? Und wie kombiniert man Sprache, Bild und Klang? So lauten einige von Peter Liechtis Grundfragen. Sein künstlerisches Werk hat eine grosse Nähe zur Literatur, insbesondere zu Robert Walser und Franz Kafka. Die Kurzführung, die speziell im Rahmen des Festivals «Zürich liest» angeboten wird, geht diesen literarischen Spuren nach, anhand seiner Notiz- und Skizzenbücher, einem bildnerischen Werk zu Kafka und weiterer Lieblingsobjekte aus der Ausstellung.

Die  Ausstellung «Aus der Stille ... Peter Liechti» ist eine leise Hommage an den herausragenden Schweizer Filmkünstler und Autor Peter Liechti (1951–2014). Schreibend, denkend und filmend war er den Grundfragen der menschlichen Existenz auf der Spur. In Filmen wie «Signers Koffer», «Vaters Garten», «Hans im Glück» und «The Sound of Insects» hat er das Verhältnis von Leben und Tod, die Beziehung zu den Eltern und das eigene Dasein in der Welt ergründet. Radikal subjektiv, mit feinem Humor und Sinn für die Poesie des Alltags. Zur Ausstellung gehört auch ein Kino im Kleinformat sowie ein Blick ins Nichts. 

Freie Besichtigung der Ausstellung 13.00–16.00 Uhr.

Die Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti» wird vom 8. Oktober – 3. Dezember 2022 in der Galerie Litar gezeigt. Die Kurzführungen werden speziell für das Festival «Zürich liest» angeboten.

Download: PDF Flyer «Aus der Stille»

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Fr 28. Oktober 2022 | 15.00 und 17.00 Uhr

Aus der Stille ... Peter Liechti
Kurzführungen am Festival «Zürich liest»
Galerie Litar Zürich

15.00–15.30 und 17.00–17.30 Uhr mit Christa Baumberger, Leitung Litar und Kuratorin 

Wie gerät man in Geschichten hinein und wieder hinaus? Wo sind die schönen Anfänge? Und wie kombiniert man Sprache, Bild und Klang? So lauten einige von Peter Liechtis Grundfragen. Sein künstlerisches Werk hat eine grosse Nähe zur Literatur, insbesondere zu Robert Walser und Franz Kafka. Die Kurzführungen, die speziell im Rahmen des Festivals «Zürich liest» angeboten werden, gehen diesen literarischen Spuren nach, anhand seiner Notiz- und Skizzenbücher, einem bildnerischen Werk zu Kafka und weiterer Lieblingsobjekte aus der Ausstellung.

Die  Ausstellung «Aus der Stille ... Peter Liechti» ist eine leise Hommage an den herausragenden Schweizer Filmkünstler und Autor Peter Liechti (1951–2014). Schreibend, denkend und filmend war er den Grundfragen der menschlichen Existenz auf der Spur. In Filmen wie «Signers Koffer», «Vaters Garten», «Hans im Glück» und «The Sound of Insects» hat er das Verhältnis von Leben und Tod, die Beziehung zu den Eltern und das eigene Dasein in der Welt ergründet. Radikal subjektiv, mit feinem Humor und Sinn für die Poesie des Alltags. Zur Ausstellung gehört auch ein Kino im Kleinformat sowie ein Blick ins Nichts. 

Freie Besichtigung der Ausstellung 14.00–18.00 Uhr.

Die Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti» wird vom 8. Oktober – 3. Dezember 2022 in der Galerie Litar gezeigt. Die Kurzführungen werden im Rahmen von «Zürich liest» angeboten.

Download: PDF Flyer «Aus der Stille»

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


So 23. Oktober 2022 | 11.00 Uhr

«Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern»
Film-Matinee
Kino Riffraff Zürich

«Um Himmels Willen – das sind Fragen!», sagt die Mutter, als der Sohn das Gespräch eröffnet; über Jahrzehnte war man sich ausgewichen...

«Vaters Garten» (2013) ist das Protokoll einer späten Wiederbegegnung des Regisseurs mit seinen alten Eltern. Der Versuch einer persönlichen Geschichtsrevision. Ein Heimatfilm und eine Groteske. Eine Studie und ein Kaspertheater. Ein Film über – und gegen – das Verschwinden (fast) aller Werte, die bis vor kurzem noch etwas bedeutet hatten. Die Verdichtung eines Lebensgefühls, stellvertretend für das Lebensgefühl einer ganzen Generation.

Im Anschluss Gespräch mit Tania Stöcklin, Filmeditorin, und Christa Baumberger (Moderation).

Die Filmvorführung ist Teil des Rahmenprogramms der Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti», die vom 8. Oktober – 3. Dezember 2022 in der Galerie Litar gezeigt wird.

Kino Riffraff
Neugasse 57-63
CH-8005 Zürich


So 9. Oktober 2022 | 11.00 Uhr

«Hans im Glück – Drei Versuche, das Rauchen loszuwerden»
Film-Matinee
Kino Riffraff Zürich

«Hans im Glück» (2003) ist die Geschichte von einem, der auszieht, um das Rauchen loszuwerden. So macht er sich auf zu einem Fussmarsch von seinem Wohnort Zürich «zurück» nach seiner Geburts-Stadt St. Gallen, wo er einst angefangen hat zu rauchen. Er ist bereit, diese Strecke – auf immer wieder anderen Routen – so oft zu wiederholen, bis das Ziel (Endlich Nichtraucher!) erreicht ist. Durch das rituelle Abschreiten der Landschaft und das strikte Rauchverbot, das er sich auferlegt unterwegs, erhofft er sich die Befreiung von seinem alten Laster...

Der Film ist eine Abrechnung und eine Liebeserklärung. Ein Roadmovie für Fussgängerinnen, ein Heimatfilm für Heimatlose. Eine Widmung an alle Raucher und anderen Abhängigen, an alle Pechvögel und natürlich an den Hans im Glück.

Mit einer Einführung von Marcy Goldberg, Filmwissenschaftlerin.

Die Filmvorführung ist Teil des Rahmenprogramms der Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti», die vom 8. Oktober – 3. Dezember 2022 in der Galerie Litar gezeigt wird.

Kino Riffraff
Neugasse 57-63
CH-8005 Zürich


Sa 8. Oktober – Sa 3. Dezember 2022

Aus der Stille ... Peter Liechti
Installation und Ausstellung
Galerie Litar Zürich

Die Ausstellung «Aus der Stille ... Peter Liechti» ist eine leise Hommage an den herausragenden Schweizer Filmkünstler und Autor Peter Liechti (1951–2014). Schreibend, denkend und filmend war er den Grundfragen der menschlichen Existenz auf der Spur. In Filmen wie «Signers Koffer», «Vaters Garten», «Hans im Glück» und «The Sound of Insects» hat er das Verhältnis von Leben und Tod, die Beziehung zu den Eltern und das eigene Dasein in der Welt ergründet. Radikal subjektiv, mit feinem Humor und Sinn für die Poesie des Alltags.

Eine Installation aus Filmen und Texten gibt Einblick in Liechtis künstlerischen Kosmos: Sprache, Bilder und Musik fügen sich zu einer «Symphonie aus Wirklichkeitsfragmenten». Ein bildnerisches Originalwerk sowie erstmals ausgestellte Logbücher mit Skizzen und Notizen zeigen Peter Liechti auch als subtilen Autor mit einer grossen Affinität zu Robert Walser und Franz Kafka.

Zur Ausstellung erscheint: «Aus der Stille ... Peter Liechti» | Edition Litar 01
Mit Beiträgen von Marco Baschera, Christa Baumberger und Christoph Egger

Installation: 8. Oktober – 3. Dezember 2022

Öffnungszeiten:
Mi | Fr 14–18 Uhr
Sa 13–16 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Kuration: Christa Baumberger, Litar
Filme: Peter Liechti
Stimme: Miriam Japp
Œil extérieur: Jolanda Gsponer
Audio und Montage: Pascal Nater, Jörg Hüssy
Szenografie:  Klauser Lienhard Design Studio
Gestaltung Edition Litar: Rahel Arnold

Download: PDF Flyer «Aus der Stille»

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Fr 7. Oktober 2022 | 17.00–20.00 Uhr

Aus der Stille ... Peter Liechti
Vernissage
Galerie Litar Zürich

Ab 17 Uhr Open House
18 Uhr Ansprachen Jolanda Gsponer, Liechti Filmproduktion, und Christa Baumberger, Leitung Litar und Kuratorin. Miriam Japp liest Texte von Peter Liechti.
Im Anschluss freie Besichtigung, Apero und Marroni

Die Ausstellung «Aus der Stille ... Peter Liechti» ist eine leise Hommage an den herausragenden Schweizer Filmkünstler und Autor Peter Liechti (1951–2014). Schreibend, denkend und filmend war er den Grundfragen der menschlichen Existenz auf der Spur. Eine Installation aus Filmen und Texten gibt Einblick in Liechtis künstlerischen Kosmos und zeigt ihn auch als subtilen Autor mit einer grossen Affinität zu Franz Kafka und Robert Walser.

Zur Ausstellung erscheint: «Aus der Stille ... Peter Liechti» | Edition Litar 01
Mit einem Essay von Marco Baschera

Installation: 8. Oktober – 3. Dezember 2022

Kuration: Christa Baumberger, Litar
Filme: Peter Liechti
Stimme: Miriam Japp
Œil extérieur: Jolanda Gsponer
Audio und Montage: Pascal Nater, Jörg Hüssy
Szenografie:  Klauser Lienhard Design Studio
Gestaltung Edition Litar: Rahel Arnold

Eintritt frei

Download: PDF Flyer «Aus der Stille»

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


So 18. September 2022 | 14.30–15.30 Uhr
Literarischer Herbst Gstaad 
Femmage Adelheid Duvanel
HUUS Saanen-Gstaad

Der Literarische Herbst Gstaad ist ein Forum für zeitgenössische Literatur in der Region Obersimmental – Saanenland – Pays-d'Enhaut. Es bietet Lesungen und Gespräche vor einer grandiosen Bergkulisse, viele spannende Entdeckungen und persönliche Begegnungen mit Autorinnen und Autoren. Die Veranstaltungen finden in Gstaad, Lauenen, Saanen und Zweisimmen statt.

Eine Femmage an die grossartige Autorin Adelheid Duvanel (1936-1996). Lange ein Geheimtipp, zählt sie heute zu den wichtigsten literarischen Stimmen der Schweiz. Ihre Erzählungen sind eine Entdeckung: poetisch, surreal und von grosser Radikalität. Friederike Kretzen, Mitherausgeberin der 2021 erschienenen Werkausgabe, stellt im Gespräch mit Christa Baumberger die Autorin vor und liest aus ihren «Windgeschichten».

Litar ist Kooperationspartner der Abschlussveranstaltung, die verstorbenen, vergessenen oder zu wenig gehörten Autorinnen und Autoren eine Stimme gibt. Zum Ausklang des Festivals am Sonntagnachmittag heisst es: Bühne frei und Ohren auf!

Programm: Download
Infos: Literarischer Herbst Gstaad

HUUS Gstaad Hotel
Schönriedstrasse 74
CH-3792 Saanen


Di 13. September 2022
Preisverleihung 
Kulturpreis des Kantons Zürich an Hannes Binder
Literaturhaus Zürich

Der Zürcher Illustrator wird für sein künstlerisches Lebenswerk mit dem Kulturpreis 2022 ausgezeichnet. Herzliche Gratulation!

Hannes Binder (*1947) hat an der Zürcher Kunstgewerbeschule studiert und ist seit 1972 als selbstständiger Illustrator für zahlreiche Printmedien und Buchverlage tätig, darunter stilprägende Publikationen wie «NZZ Folio», «Der Spiegel», «Stern» und «Die Zeit».

Eine besondere künstlerische Nähe verbindet Hannes Binder mit dem Autor Friedrich Glauser. In über vierzig Jahren hat er nahezu alle seiner Werke illustriert. Für den von Litar unterstützten Briefband Friedrich Glauser «Jeder sucht sein Paradies...». Briefe, Berichte, Gespräche (Limmat Verlag, Zürich 2021) hat er eigens Zeichnungen angefertigt. Diese Schabkartonzeichnungen waren von Mai bis Juli 2021 im Rahmen der Installation «Friedrich Glausers Zelle» in der Galerie Litar zu sehen.  

Daneben verfasst er seit über dreissig Jahren eigene Comic- und Bilderbücher. Die Schabkartontechnik – der vorgetäuschte Holzschnitt – ist Hannes Binders Markenzeichen. Sowohl nach literarischen Vorlagen als auch bei eigenen Geschichten verdichtet er Raum und Zeit, Architektur und Natur zu komplexen Bildern. Seine Welten – fantastische Kompositionen in Schwarz und Weiss – sind abstrakt, und gerade deshalb entfalten sie einen grossen Sog: In seinen Schraffuren kann man sich verlieren und vieles wiederfinden. Sie verbinden die grosse Geste mit der Sorgfalt zum Detail.

Hannes Binder wird für seine ausgewiesene künstlerische Qualität und Eigenständigkeit mit dem Kulturpreis 2022 ausgezeichnet, wie es in der Mitteilung des Regierungsrates heisst.

Literaturhaus Zürich
Limmatquai 62
CH-8001 Zürich


Sa 3. September 2022 | 18.00–01.00 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
Lange Nacht der Zürcher Museen
Strauhof Zürich

Zum Abschluss der Ausstellung «litafrika» richtet sich das Amt für Poesie im Strauhof ein: In der langen Nacht der Zürcher Museen infiltriert das Performance-Duo Ouelgo Téné und Vivianne Mösli den Strauhof und die Umgebung mit Gedichten. Als Installation, als Inszenierung, gekritzelt, geflüstert. Dazwischen Kurzführungen der Kuratoren durch die Ausstellung.

18.45–19.05 Uhr Poesie-Performance Amt für Poesie
19.30–19.45 Uhr Kurzführung Christa Baumberger
21.30–21.45 Uhr Kurzführung Rémi Jaccard
22.00–22.20 Uhr Poesie-Performance Amt für Poesie
23.15–23.30 Uhr Kurzführung Rémi Jaccard

Gesamtes Programm Lange Nacht: langenacht-zuerich.ch

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika: Poesien eines Kontinents».
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Download: Flyer litafrika

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich

Foto: Stephan Lichtensteiger


Di 30. August 2022  | 19.00–21.00 Uhr
Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #03
«Vom Nachexil»
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krise und des Krieges wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der neue Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet. 

Kreis #03
Georges-Arthur Goldschmidt «Vom Nachexil» (2020) | «L’exil et le rebond» (2018)
Georges-Arthur Goldschmidt, 1928 in Reinbek bei Hamburg geboren, emigrierte als Kind nach Italien und später nach Frankreich, wo er aufwuchs und bis heute lebt. Der vielfach ausgezeichnete Autor ist ein eminenter Vertreter der Holocaustliteratur. Im autobiografischen Essay «Vom Nachexil» erzählt Goldschmidt von seiner Jugend in einem französischen Internat, von seinen zum Protestantismus konvertierten Vorfahren und dem deutsch-jüdischen Leben vor dem Dritten Reich. Weit mehr als ein Lebensbericht, ist es eine grundlegende Reflexion über das Exil und sprachliche Heimat. Mit diesem Essay kehrt Goldschmidt zum ersten Mal zu seiner «Muttersprache» Deutsch zurück.

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch die Autor:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus wahlweise auf Deutsch oder Französisch: 
Georges-Arthur Goldschmidt: Vom Nachexil. Wallstein, Göttingen 2020
Georges-Arthur Goldschmidt: L’exil et le rebond. Editions de l’éclat, Paris 2018

Diskutiert wird gerne mehrsprachig (v.a. Deutsch und Französisch).

Anmeldung (bis 26. August): 044 291 99 00 | info@litar.ch

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich

Der Agenda-Eintrag zeigt ein Werk des Zürcher Künstlers Urs Frei. Er wird von der Galerie Mark Müller, Zürich, vertreten. Foto: Zeljko Gataric. 


So 28. August 2022 | 14.00 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
Führung mit Co-Kuratorin Christa Baumberger
Strauhof Zürich

Die Co-Kuratorin Christa Baumberger führt durch die Ausstellung, gibt Einblick in deren Entstehung und teilt ihren persönlichen Zugang zu den Gedichten.

Ausgangspunkt der ersten Ausstellung ist die monumentale Anthologie «Afrika im Gedicht» (Zürich 2015): Das von Al Imfeld herausgegebene Buch umspannt die Zeit von 1960 bis 2014 und umfasst mehr als 550 Gedichte aus allen Teilen des afrikanischen Kontinents.

«Poesien eines Kontinents» inszeniert exemplarische Gedichte in den Originalsprachen und in deutscher Übersetzung. Die Auswahl spannt einen weiten Bogen von postkolonialen Klassikern bis zur aktuellen Slam- und Spoken-Word-Szene. Ebenso erhalten die Dichterinnen und Dichter selbst das Wort; sie geben Einblick in ihr Schaffen und machen die literarische und sprachliche Vielfalt Afrikas sichtbar. Die Ausstellung thematisiert zudem die Vermittlung und Rezeption dieser Poesien im deutschen Sprachraum sowie die Ambivalenz des Blicks aus der Schweiz.

Download: Flyer litafrika

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Sa 27. August 2022 | 11.00–17.00 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
«Voyage éclair»
Strauhof Zürich

Eine ungewöhnliche Form eines gemeinsamen Kulturerlebnisses: Besucherinnen und Besucher erkunden zu zweit oder in kleinen Gruppen die Ausstellung und entwickeln zu ihrem Lieblingsobjekt eine eigene Geschichte, die sich aus den vorgefundenen Informationen, aber auch aus der eigenen Fantasie speisen darf.

Eine Initiative von TiM – Tandem im Museum und Aux Arts etc. in Kooperation mit Strauhof Zürich und der Stiftung Litar.

Einführung und Anleitung auf Deutsch und Französisch; Geschichten in einer gemeinsamen Sprache der Gruppenmitglieder.

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Di 23. August 2022 | 12.15 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
30 Minuten mit Sylvia Arthur
Strauhof Zürich, Live-Schaltung

Die «Library Of Africa and The African Diaspora» (LOATAD) in Accra, Ghana, ist eine Bibliothek, aber auch ein Archiv, ein Museum, eine Schreibresidenz, und eine Forschungseinrichtung: Sie widmet sich der Sammlung und Sichtbarmachung von Autor:innen aus Afrika und der Diaspora vom späten 19. Jahrhundert bis heute. Die Direktorin und Initiantin Sylvia Arthur von LOATAD ist an diesem Mittag zugeschaltet und gibt einen Einblick in das Haus und ihre Arbeit unter dem Titel «Collecting the Past, Documenting the Present, Archiving the Future».

In Englisch; Teilnahme vor Ort im Strauhof (Live-Schaltung) sowie Online-Teilnahme möglich. Anmeldung und Teilnahme-Link unter vermittlung@strauhof.ch.

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika: Poesien eines Kontinents».
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Download: PDF Flyer

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich

Foto: LOATAD, Nipah Dennis.


Mi 17. August 2022 | 12.15 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
Führung mit Rémi Jaccard, Co-Kurator
Strauhof Zürich

Der Co-Kurator Rémi Jaccard führt durch die Ausstellung, gibt Einblick in deren Entstehung und teilt seinen persönlichen Zugang zu den Gedichten.

Ausgangspunkt der ersten Ausstellung ist die monumentale Anthologie «Afrika im Gedicht» (Zürich 2015): Das von Al Imfeld herausgegebene Buch umspannt die Zeit von 1960 bis 2014 und umfasst mehr als 550 Gedichte aus allen Teilen des afrikanischen Kontinents.

«Poesien eines Kontinents» inszeniert exemplarische Gedichte in den Originalsprachen und in deutscher Übersetzung. Die Auswahl spannt einen weiten Bogen von postkolonialen Klassikern bis zur aktuellen Slam- und Spoken-Word-Szene. Ebenso erhalten die Dichterinnen und Dichter selbst das Wort; sie geben Einblick in ihr Schaffen und machen die literarische und sprachliche Vielfalt Afrikas sichtbar. Die Ausstellung thematisiert zudem die Vermittlung und Rezeption dieser Poesien im deutschen Sprachraum sowie die Ambivalenz des Blicks aus der Schweiz.

Weitere Führung:
So 28. August | 14.00 Uhr

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Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


So 24. Juli 2022 | 14.00 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
Führung mit Nicole Schmid, Assistenzkuratorin
Strauhof Zürich

Die Assistenzkuratorin Nicole Schmid führt durch die Ausstellung, gibt Einblick in deren Entstehung und teilt ihren persönlichen Zugang zu den Gedichten.

Ausgangspunkt der ersten Ausstellung ist die monumentale Anthologie «Afrika im Gedicht» (Zürich 2015): Das von Al Imfeld herausgegebene Buch umspannt die Zeit von 1960 bis 2014 und umfasst mehr als 550 Gedichte aus allen Teilen des afrikanischen Kontinents.

«Poesien eines Kontinents» inszeniert exemplarische Gedichte in den Originalsprachen und in deutscher Übersetzung. Die Auswahl spannt einen weiten Bogen von postkolonialen Klassikern bis zur aktuellen Slam- und Spoken-Word-Szene. Ebenso erhalten die Dichterinnen und Dichter selbst das Wort; sie geben Einblick in ihr Schaffen und machen die literarische und sprachliche Vielfalt Afrikas sichtbar. Die Ausstellung thematisiert zudem die Vermittlung und Rezeption dieser Poesien im deutschen Sprachraum sowie die Ambivalenz des Blicks aus der Schweiz.

Weitere Führungen:
Mi 17. August | 12.15 Uhr
So 28. August | 14.00 Uhr

Download: PDF Flyer

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Mi 6. Juli 2022 | 12.15 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
Führung mit Rémi Jaccard, Co-Kurator
Strauhof Zürich

Der Co-Kurator Rémi Jaccard führt durch die Ausstellung, gibt Einblick in deren Entstehung und teilt seinen persönlichen Zugang zu den Gedichten.

Ausgangspunkt der ersten Ausstellung ist die monumentale Anthologie «Afrika im Gedicht» (Zürich 2015): Das von Al Imfeld herausgegebene Buch umspannt die Zeit von 1960 bis 2014 und umfasst mehr als 550 Gedichte aus allen Teilen des afrikanischen Kontinents.

«Poesien eines Kontinents» inszeniert exemplarische Gedichte in den Originalsprachen und in deutscher Übersetzung. Die Auswahl spannt einen weiten Bogen von postkolonialen Klassikern bis zur aktuellen Slam- und Spoken-Word-Szene. Ebenso erhalten die Dichterinnen und Dichter selbst das Wort; sie geben Einblick in ihr Schaffen und machen die literarische und sprachliche Vielfalt Afrikas sichtbar. Die Ausstellung thematisiert zudem die Vermittlung und Rezeption dieser Poesien im deutschen Sprachraum sowie die Ambivalenz des Blicks aus der Schweiz.

Weitere Führungen:
So 24. Juli | 14.00 Uhr
Mi 17. August | 12.15 Uhr
So 28. August | 14.00 Uhr

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Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Di 5. Juli 2022 | 12.15 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
30 Minuten mit Andrea Grieder
Strauhof Zürich

Andrea Grieder ist Kulturvermittlerin, Direktorin der Poesie-Organisation «Transpoesis» (Ruanda) und Poesie-Video-Produzentin. Sie spricht zu Poesie als Ort des Verstehens und und präsentiert Video-Projekte, die im Rahmen von «Transpoesis» entstanden sind. «Transpoesis» organisiert seit 2015 regelmässig den Poesie-Wettbewerb «Kigali Vibrates with Poetry» und inszeniert die prämierten Gedichte als Videoproduktionen. 2019 fand der Wettbewerb als Internationales Festival On the Wings of Technology mit Beteiligung des Literaturhaus Zürich und Pro Helvetia statt. «Transpoesis» beruht auf der Vision, dass Poesie ein Weg der Veränderung sein kann.

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika: Poesien eines Kontinents».
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Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Di 28. Juni 2022  | 19.00–21.00 Uhr
Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #02
«Annette, ein Heldinnenepos»
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krise und des Krieges wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der neue Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet. 

Kreis #02
Anne Weber «Annette, ein Heldinnenepos» (2020) | «Annette, une épopée» (2020)
Anne Weber erzählt in einem packenden biografischen Heldinnenepos das Leben von Anne Beaumanoir (1923-2022), französische Neurologin, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher und Kämpferin der Résistance. «Annette, ein Heldinnenepos» ist ein Roman über Mut, Widerstandskraft und den Kampf um Freiheit. Er wirft viele Fragen auf: Was treibt eine Frau in den Widerstand? Was opfert sie dafür? Was kann sie erreichen? 

Anne Weber, * 1964, lebt seit 1983 als freie Autorin und Übersetzerin in Paris. Sie übersetzt aus dem Deutschen ins Französisch und umgekehrt. Ihre eigenen Bücher schreibt sie sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache. «Annette, ein Heldinnenepos» wurde mit dem Deutschen Buchpreis 2020 ausgezeichnet.

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch die Autor:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus wahlweise Französisch oder Deutsch: 
Annette Weber: Annette, ein Heldinnenepos. Matthes & Seitz, Berlin 2020
Annette Weber: Annette, une épopée. Le Seuil, Paris 2020

Diskutiert wird gerne mehrsprachig (v.a. Deutsch und Französisch).

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich

Der Agenda-Eintrag zeigt ein Werk des Zürcher Künstlers Urs Frei. Er wird von der Galerie Mark Müller, Zürich, vertreten. Foto: Zeljko Gataric. 


So 19. Juni 2022 | 14.00 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
Führung mit Christa Baumberger, Co-Kuratorin
Strauhof Zürich

Die Co-Kuratorin Christa Baumberger führt durch die Ausstellung, gibt Einblick in deren Entstehung und teilt ihren persönlichen Zugang zu den Gedichten.

Ausgangspunkt der ersten Ausstellung ist die monumentale Anthologie «Afrika im Gedicht» (Zürich 2015): Das von Al Imfeld herausgegebene Buch umspannt die Zeit von 1960 bis 2014 und umfasst mehr als 550 Gedichte aus allen Teilen des afrikanischen Kontinents.

«Poesien eines Kontinents» inszeniert exemplarische Gedichte in den Originalsprachen und in deutscher Übersetzung. Die Auswahl spannt einen weiten Bogen von postkolonialen Klassikern bis zur aktuellen Slam- und Spoken-Word-Szene. Ebenso erhalten die Dichterinnen und Dichter selbst das Wort; sie geben Einblick in ihr Schaffen und machen die literarische und sprachliche Vielfalt Afrikas sichtbar. Die Ausstellung thematisiert zudem die Vermittlung und Rezeption dieser Poesien im deutschen Sprachraum sowie die Ambivalenz des Blicks aus der Schweiz.

Weitere Führungen:
Mi 6. Juli | 12.15 Uhr
So 24. Juli | 14.00 Uhr
Mi 17. August | 12.15 Uhr
So 28. August | 14.00 Uhr

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Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Do 16. Juni 2022 | 19.30 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
Translating and Publishing across the African Continent
Literaturhaus Zürich und Online

Wie präsentiert sich der aktuelle Buchmarkt auf dem afrikanischen Kontinent? Welche Bücher werden verlegt und wer übersetzt für welches Lesepublikum? Anlässlich der Ausstellung «litafrika: Poesien eines Kontinents» diskutieren Literaturschaffende aus verschiedenen Sprachregionen Afrikas über Übersetzungen, den Umgang mit der riesigen Sprachenvielfalt und Verlagsprogramme. Am internationalen Tag des afrikanischen Kindes erhält auch Literatur für Jugendliche besonderes Augenmerk. Vor Ort und online zugeschaltet sind Zukiswa Wanner (Autorin, Verlegerin und Kuratorin aus Kenia), Edwige-Renée Dro (Übersetzerin und Autorin aus Côte d’Ivoire) sowie Lola Shoneyin (Verlegerin aus Nigeria). In Englisch.
Moderation: Ana Sobral

In Zusammenarbeit mit: Übersetzerhaus Looren, Literaturhaus Zürich und Strauhof Zürich
Veranstaltung im Literaturhaus Zürich und zusätzlich per Livestream.

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika: Poesien eines Kontinents».
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Literaturhaus Zürich
Limmatquai 62
CH-8001 Zürich


Mi 15. Juni 2022 | 12.15 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
30 Minuten mit Zukiswa Wanner
Strauhof Zürich

Zukiswa Wanner ist eine preisgekrönte südafrikanische Autorin, Herausgeberin und Verlegerin. In Sambia geboren, in Simbabwe aufgewachsen und derzeit in Kenia ansässig, betrachtet sie den gesamten afrikanischen Kontinent als Heimat. Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie hat sie das mehrsprachige virtuelle Literaturfestival «Afrolit Sans Frontières» (2019/2020) gegründet, an dem Autor:innen aus zwanzig afrikanischen Staaten teilgenommen haben. Als Kuratorin der zweiten Ausstellung von «litafrika» kommentiert sie die laufende Ausstellung und skizziert Ideen für «litafrika 2023». In Englisch.

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika: Poesien eines Kontinents».
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Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Do 9. Juni 2022 | 19.30 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
Afropäische Dichtung heute
Karl der Grosse

Vor dem Hintergrund und in Dialog mit der Ausstellung «Poesien eines Kontinents» erhält an diesem Abend die junge Generation Schwarzer, europäischer Lyriker:innen das Wort. Der Dichter Fiston Mwanza Mujila lebt heute in Graz und hat als Herausgeber der Anthologie «Kontinentaldrift. Das Schwarze Europa» (2021, Verlag Das Wunderhorn) die Stimmen von Dichter:innen in einem Band versammelt, deren Werdegänge und Werke nationale und kontinentale Grenzen überschreiten. Die Basler Dichterin Eva Seck denkt in ihrem neuen Gedichteband «versickerungen» (2022, verlag die brotsuppe) über Herkunft und Zugehörigkeit nach. Mujila und Seck sprechen über ihre Arbeit, über Herkunft, lesen Gedichte und tauschen sich über afropäische Dichtung aus. Moderation: Marilyn Umurungi

In Zusammenarbeit mit Strauhof Zürich und artlink
Veranstaltung im Karl der Grosse

Im Rahmen der Ausstellung «litafrika: Poesien eines Kontinents».
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Karl der Grosse
Kirchgasse 14
CH-8001 Zürich

Fotos: Hitzigraphy | Beatrice Signorello, Buchkultur


Fr 3. Juni – So 4. September 2022

litafrika – Poesien eines Kontinents
Ausstellung
Strauhof Zürich

Ausgangspunkt der ersten Ausstellung ist die monumentale Anthologie «Afrika im Gedicht» (Zürich 2015): Das von Al Imfeld herausgegebene Buch umspannt die Zeit von 1960 bis 2014 und umfasst mehr als 550 Gedichte aus allen Teilen des afrikanischen Kontinents.

«Poesien eines Kontinents» inszeniert exemplarische Gedichte in den Originalsprachen und in deutscher Übersetzung. Die Auswahl spannt einen weiten Bogen von postkolonialen Klassikern bis zur aktuellen Slam- und Spoken-Word-Szene. Ebenso erhalten die Dichterinnen und Dichter selbst das Wort; sie geben Einblick in ihr Schaffen und machen die literarische und sprachliche Vielfalt Afrikas sichtbar. Die Ausstellung thematisiert zudem die Vermittlung und Rezeption dieser Poesien im deutschen Sprachraum sowie die Ambivalenz des Blicks aus der Schweiz.

Al Imfeld (1935–2017), der Herausgeber der Gedichtsammlung, hat über Jahrzehnte die Vermittlung der Literaturen Afrikas in der Deutschschweiz geprägt. Mit seinen Artikeln und Auftritten hat er zahllose Literaturschaffende aus Afrika im deutschen Sprachraum bekannt gemacht und zur Gründung diverser Förderinstitutionen beigetragen. Auch wenn der Anthologie eine eurozentrische Sichtweise zugrunde liegt, so trafen doch weitgehend die Dichterinnen und Dichter selbst die Auswahl der Gedichte.

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Fr 3. Juni bis So 4. September 2022

Öffnungszeiten:
Di | Mi | Fr 12–18 Uhr
Do 12–22 Uhr
Sa | So 11–17 Uhr

Öffentliche Führungen:
Mi 8. Juni, 6. Juli, 17. August | 12.15 Uhr
So 19. Juni, 24. Juli, 28. August | 14 Uhr

Kuration: Christa Baumberger und Rémi Jaccard
Kuratorische Assistenz: Nicole Schmid
Grafik: Rahel Arnold
Œil extérieur: Zineb Benkhelifa, Chudi Bürgi, Ana Sobral, Zukiswa Wanner
Video/Schnitt: Felix Hergert, Carlotta Holy
Leihgaben: Staatsarchiv Luzern, Stiftung Litar, Universitätsbibliothek Basel, Zentralbibliothek Zürich, private Leihgeber

In Kooperation mit dem Strauhof Zürich
Unterstützt von Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung

Die zweite Ausstellung 2023 wird von Zukiswa Wanner (Südafrika) kuratiert.

Download: PDF Flyer

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Do 2. Juni 2022 | 18.00–21.00 Uhr

litafrika – Poesien eines Kontinents
Vernissage
Strauhof Zürich

18.30 Uhr Kurzansprachen der Kuratoren Christa Baumberger und Rémi Jaccard. 
Einblick der Übersetzerin Zineb Benkhelifa in ihre Zusammenarbeit mit Al Imfeld.
Performance des in der Schweiz lebenden sambisch-malawischen Schauspielers, Dichters und Tänzers Mbene Mwambene.

«Poesien eines Kontinents» inszeniert exemplarische Gedichte in den Originalsprachen und in deutscher Übersetzung. Die Auswahl spannt einen weiten Bogen von postkolonialen Klassikern bis zur aktuellen Slam- und Spoken-Word-Szene. Ebenso erhalten die Dichterinnen und Dichter selbst das Wort; sie geben Einblick in ihr Schaffen und machen die literarische und sprachliche Vielfalt Afrikas sichtbar. Die Ausstellung thematisiert zudem die Vermittlung und Rezeption dieser Poesien im deutschen Sprachraum sowie die Ambivalenz des Blicks aus der Schweiz.

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Kuration: Christa Baumberger und Rémi Jaccard
Kuratorische Assistenz: Nicole Schmid
Grafik: Rahel Arnold
Œil extérieur: Zineb Benkhelifa, Chudi Bürgi, Ana Sobral, Zukiswa Wanner

In Kooperation mit dem Strauhof Zürich
Unterstützt von Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung

Download: PDF Flyer

Strauhof
Augustinergasse 9
CH-8001 Zürich


Di 3. Mai 2022  | 19.00–21.00 Uhr
Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #01
«Die Macht der Mehrsprachigkeit»
Litar Zürich

Sprachen sind fundamental für die Verständigung, und was wäre in Zeiten der Krise und des Krieges wichtiger als der Dialog? Wir glauben an die leise Kraft der Literatur und an das Gespräch. Der neue Lesekreis von Litar und Viceversa ist der Mehrsprachigkeit und der Verständigung zwischen den Sprachen und Menschen gewidmet. 

Kreis #01
Olga Grjasnowa «Die Macht der Mehrsprachigkeit» (2021)
Welche Sprachen haben uns geprägt? Welche mögen wir besonders gern und wie geht es uns, wenn wir nichts verstehen? Ausgangspunkt für die Diskussion an diesem ersten Abend ist der Essay der Autorin Olga Grjasnowa «Die Macht der Mehrsprachigkeit» (2021). 1984 in Aserbaidschan geboren, hat sie in mehreren Ländern und Sprachen gelebt. Grjasnowa vertritt die Überzeugung, dass jede Sprache einen ganz eigenen Zugang zur Welt eröffnet. Ihr Essay schöpft aus dem Alltag und eignet sich wunderbar, um darüber nachzudenken, wie Sprachen uns und unsere Wahrnehmung der Welt prägen. 

Lesekreis Litar und Viceversa
Der Lesekreis wendet sich an alle Menschen, die gerne lesen, nachdenken und miteinander diskutieren. Er wird von Christa Baumberger (Litar), Ruth Gantert (Jahrbuch der Schweizer Literaturen Viceversa) und der rumänisch-französischen Literaturvermittlerin Monica Salvan (Rumänisches Literaturmuseum Iaşi) moderiert. Jährlich finden fünf bis sechs Treffen statt, wobei auch nur einzelne Abende besucht werden können. Bei jedem Treffen steht ein Buch im Zentrum, das von den Teilnehmenden im Voraus gelesen wird. An ausgewählten Abenden sind auch die Autor:innen zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder Lesekreis klingt bei einem Apéro aus.

Bitte lesen Sie im Voraus: 
Olga Grjasnowa: Die Macht der Mehrsprachigkeit. Über Herkunft und Vielfalt. Dudenverlag, Berlin 2021

Diskutiert wird gerne mehrsprachig (v.a. Deutsch und Französisch).

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Di 8. Februar 2022 | 19.00–20.30 Uhr

ONLINE Stimmlos | Stimmkünstler Friedrich Glauser
«Glauser-Abend» mit Christa Baumberger und Ursula Hasler
Literaturhaus Basel

Friedrich Glausers (1896–1938) Werk ist erwachsen aus überaus schwierigen Lebensumständen, einem Netzwerk aus Psychiatrie, Polizei, Behörden ebenso wie den Anstaltsaufenthalten, der Flucht in die Fremdenlegion und den Verstrickungen in die Morphiumsucht. Der von Christa Baumberger herausgegebene Band «Jeder sucht sein Paradies ... » bietet selbst Glauserkenner:innen einen neuartigen Zugang mit Briefen (darunter zahlreiche Neufunde) und vielen bisher unveröffentlichten Dokumenten und Protokollen. Auf ganz andere Art nähert sich Ursula Hasler dem Autor: Nach langen Recherchen entwirft sie im Roman «Die schiere Wahrheit» eine fiktive Begegnung zwischen Glauser und George Simenon in einem Seebad am Atlantik und lässt die beiden zusammen einen Kriminalroman schreiben. Im Gespräch erzählen Christa Baumberger und Ursula Hasler von ihrer editorischen und schriftstellerischen Arbeit.

Literaturhaus Basel
Barfüssergasse 3
CH-4051 Basel


Mi 26. Januar 2022 | 20.00 Uhr

Stimmlos | Ein Friedrich Glauser-Abend
Lesung und Podiumsgespräch
Theater an der Mürg, Stans

Friedrich Glauser (1896-1938) gehört zu den bedeutendsten Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts. Der von Christa Baumberger herausgegebene Band zum seinem 125. Geburtstag «Friedrich Glauser. Jeder sucht sein Paradies...» (Limmat Verlag 2021) bietet mit zahlreichen (unveröffentlichten) Briefen, Berichten, Ge­sprächsprotokollen einen neuen Zugang zum Schriftsteller, dessen schriftstellerisches Leben geprägt war von Psychiatrie, Morphiumsucht, Fremdenlegion und Konflikten mit den Behörden.

Im Bühnenbild der aktuellen Inszenierung der Theatergesellschaft Stans «Matto regiert» liest und kommentiert Christa Baumberger Textauszüge und präsentiert fotografische Archivdokumente und Illustrationen aus dem von Hannes Binder illustrierten Band.

Ein Podiumsgespräch mit der Regisseurin Bettina Dieterle, Yves Bielmann, dem Interpreten des Wachtmeisters Studer, und Christa Baumberger erörtert die szenische Dimension von Friedrich Glausers Roman «Matto regiert».

Podium: Christa Baumberger, Bettina Dieterle, Yves Bielmann
Moderation: Liliane Studer

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Zentralschweiz in Kooperation mit der Theatergesellschaft Stans.

Informationen: Literaturhaus Zentralschweiz

Theater an der Mürg
Mürgstrasse 4
CH-6370 Stans


Sa 11. Dezember 2021 | 13.00–17.00 Uhr

Stimmlos | Adelheid Duvanels Himmel
Finissage
Galerie Litar Zürich

Ab 13 Uhr Offene Zelle
14 Uhr «Windgeschichten» – Gespräch mit Annina Haab, Autorin, und Lukas Gloor, Herausgeber, Moderation: Christa Baumberger. Lesung aus der Zeitschrift Narr #33 zu Adelheid Duvanel

Die Ausstellung in der Galerie Litar zeigt Adelheid Duvanel (1936–1996) in ihrer Doppelbegabung: als Schriftstellerin und Künstlerin. Lange ein Geheimtipp, gilt sie heute als eine der wichtigsten Autorinnen der Schweiz. Ihr Werk ist eine Entdeckung: poetisch, surreal und von grosser Radikalität.

Zum Abschluss der Ausstellung geben wir jungen Autorinnen und Autoren das Wort: Was fasziniert, inspiriert, irritiert heute an Adelheid Duvanel? Zu Gast sind Lukas Gloor, Herausgeber der Literaturzeitschrift Narr, und die Autorin Annina Haab (*1991), deren viel beachteter Debütroman «Bei den grossen Vögeln» (Piper 2021) Themen wie Tod und Abschied umkreist. Im Gespräch mit Christa Baumberger präsentieren sie die aktuelle Narr-Ausgabe, die eine Fülle von Essays zu Duvanel enthält. Eine Hommage an die grosse Erzählerin Adelheid Duvanel. Ein Nachmittag wie ein Windstoss, kraftvoll und zum Nachdenken anregend. 

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Di 30. November 2021 | 19.00–20.30 Uhr

Stimmlos | Stimmkünstler Friedrich Glauser
«Glauser-Abend» mit Christa Baumberger und Ursula Hasler
Literaturhaus Basel

Die Veranstaltung musste infolge Krankheit leider kurzfristig abgesagt werden. Sie wird im neuen Jahr nachgeholt.

Friedrich Glausers (1896–1938) Werk ist erwachsen aus überaus schwierigen Lebensumständen, einem Netzwerk aus Psychiatrie, Polizei, Behörden ebenso wie den Anstaltsaufenthalten, der Flucht in die Fremdenlegion und den Verstrickungen in die Morphiumsucht. Der von Christa Baumberger herausgegebene Band «Jeder sucht sein Paradies ... » bietet selbst Glauserkenner:innen einen neuartigen Zugang mit Briefen (darunter zahlreiche Neufunde) und vielen bisher unveröffentlichten Dokumenten und Protokollen. Auf ganz andere Art nähert sich Ursula Hasler dem Autor: Nach langen Recherchen entwirft sie im Roman «Die schiere Wahrheit» eine fiktive Begegnung zwischen Glauser und George Simenon in einem Seebad am Atlantik und lässt die beiden zusammen einen Kriminalroman schreiben. Im Gespräch erzählen Christa Baumberger und Ursula Hasler von ihrer editorischen und schriftstellerischen Arbeit.

Tickets (CHF 18 / 13): Literaturhaus Basel

Literaturhaus Basel
Barfüssergasse 3
CH-4051 Basel


Sa 27. November 2021 | 10.00–13.30 Uhr

Stimmlos | Adelheid Duvanels Himmel 
Schreibwerkstatt «Kurz und tiefgründig»
Galerie Litar Zürich

Die Schreibwerkstatt musste infolge Krankheit leider kurzfristig abgesagt werden.

Kurze Prosatexte schreiben mit der Autorin Ulrike Ulrich  

Ins Schreiben kommen, experimentieren, sich inspirieren lassen und gegenseitig inspirieren. Kurze Texte schreiben und dabei dem eigenen Ton, den eigenen Themen, der eigenen Geschichte auf die Spur kommen. Darum geht es in dieser Schreibwerkstatt, die sich gleichermassen an Vielschreibende und Anfangende richtet und in der das Alltägliche genauso viel Platz hat wie das Aussergewöhnliche. So wie das in Adelheid Duvanels Texte der Fall ist, die sich auch dadurch auszeichnen, dass sie die Welt auf weniger als zwei Buchseiten tief ausloten. Die für Duvanel so typische Verbindung von Kürze und Tiefe steht Patin für die Werkstatt, ohne dass es nötig wäre, das Werk der Autorin zu kennen. Und auch sonst gibt es nichts mitzubringen zu dieser Werkstatt, ausser die Lust zu schreiben.

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Sa 20. November 2021 | 14.00 Uhr

Stimmlos | Adelheid Duvanels Himmel
Kurzführung
Galerie Litar Zürich

Führung mit Nicole Schmid, Mitarbeiterin Litar

Die Ausstellung in der Galerie Litar zeigt Adelheid Duvanel (1936–1996) in ihrer Doppelbegabung: als Schriftstellerin und Künstlerin. Lange ein Geheimtipp, gilt sie heute als eine der wichtigsten Autorinnen der Schweiz. Ihr Werk ist eine Entdeckung: poetisch, surreal und von grosser Radikalität. Texte und Bilder greifen ineinander, sie erzählen von Einsamkeit, Gewalt und von Menschen, die ihrem Schicksal mit Würde begegnen. Adelheid Duvanels Himmel ist voller «Windgeschichten»: weit und einen Hauch Freiheit verheissend.

Die Kurzführungen bieten einen persönlichen Zugang zu Adelheid Duvanel, ihrem künstlerischen Schaffen und ihrem Leben. War sie tatsächlich stimmlos? Weshalb ging sie nach ihrem Tod so rasch vergessen? Was hat sie uns heute zu sagen? Wir freuen uns, Ihnen eine der berührendsten Künstlerinnen der Schweiz nahe zu bringen.

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Sa 13. November 2021 | 14.00 Uhr

Stimmlos | Adelheid Duvanels Himmel
Kurzführung
Galerie Litar Zürich

Führung mit Christa Baumberger, Leitung Litar und Kuratorin der Ausstellung

Die Ausstellung in der Galerie Litar zeigt Adelheid Duvanel (1936–1996) in ihrer Doppelbegabung: als Schriftstellerin und Künstlerin. Lange ein Geheimtipp, gilt sie heute als eine der wichtigsten Autorinnen der Schweiz. Ihr Werk ist eine Entdeckung: poetisch, surreal und von grosser Radikalität. Texte und Bilder greifen ineinander, sie erzählen von Einsamkeit, Gewalt und von Menschen, die ihrem Schicksal mit Würde begegnen. Adelheid Duvanels Himmel ist voller «Windgeschichten»: weit und einen Hauch Freiheit verheissend.

Die Kurzführungen bieten einen persönlichen Zugang zu Adelheid Duvanel, ihrem künstlerischen Schaffen und ihrem Leben. War sie tatsächlich stimmlos? Weshalb ging sie nach ihrem Tod so rasch vergessen? Was hat sie uns heute zu sagen? Wir freuen uns, Ihnen eine der berührendsten Künstlerinnen der Schweiz nahe zu bringen.

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Do 4. November 2021 | 13.00–14.00 Uhr

ONLINE | Afrika lesen
Literaturmittag mit der Autorin und Sozialkritikerin Minna Salami
Litar Zürich

English below

«Eine Schwarze feministische Perspektive für alle»: Kreativ und vielfältig erforscht die nigerianisch-finnische Autorin und Sozialkritikerin Minna Salami (*1978) in ihrem neusten Buch «Sinnliches Wissen» (2020) Schwarzen Feminismus als Weg zur Befreiung und spannt neue Denk- und Handlungsräume auf. Seit 2010 verbindet sie in ihrem mehrfach ausgezeichneten Blog «MsAfropolitan» Feminismus mit Reflexionen über zeitgenössische Kultur aus einer Afrika-zentrierten Perspektive. Ein Gespräch über Identität, Macht und Sinnlichkeit. In englischer Sprache. Moderation: Salome Hohl, Direktorin Cabaret Voltaire; Christa Baumberger und Nicole Schmid, Litar.

Mehr Infos: Minna Salami «Sinnliches Wissen» 

Die Reihe «Literaturmittag» fördert den Austausch zu Literaturen und Kulturen aus dem afrikanischen Kontinent. Jeder «Literaturmittag» hat einen Gast und einen thematischen Schwerpunkt. Konzept und Moderation der Reihe: Christa Baumberger und Nicole Schmid.

Foto © Alan Howard

 

Talk with the writer and social critic Minna Salami

“A Black Feminist Approach for Everyone”: in her newest book “Sensuous Knowledge” (2020), the Nigerian-Finnish writer and social critic Minna Salami (*1978) creatively and diversely explores Black Feminism as a means of liberation and discloses new spheres of thought and action. Since 2010, she connects feminism with critical reflections on contemporary culture from an Africa-centered perspective in her award-winning blog, MsAfropolitan. A talk about identity, power and sensuality. In English. Interviewers: Salome Hohl, artistic director Cabaret Voltaire; Christa Baumberger and Nicole Schmid, Litar.

Our series "Literaturmittag" ("literary lunch") promotes the exchange with literatures and cultures from the African continent; in each session, a different guest is invited. Concept and interviews: Christa Baumberger and Nicole Schmid.

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Mi 3. November 2021 | 19.15–20.30 Uhr

Stimmlos | Stimmkünstler Friedrich Glauser
Glauser-Soiree: «Jeder sucht sein Paradies…»
analog und digital
Aargauer Literaturhaus, Lenzburg

Glauser-Soiree mit Christa Baumberger und Ursula Hasler – eine analoge Veranstaltung, die digital aufgezeichnet wird.

«Jeder sucht sein Paradies … und trifft dabei auf Die schiere Wahrheit».

Er feiert dieses Jahr seinen 125. Geburtstag: Friedrich Glauser (1896-1938). Die Herausgeberin Christa Baumberger und die Schriftstellerin Ursula Hasler sind dem ungewöhnlichen Schweizer Schriftsteller schon lange auf der Spur: Christa Baumbergers viel gelobter Briefband «Jeder sucht sein Paradies…» gibt dem Autor und vielen seiner Weggefährten eine Stimme und lässt die Leser:innen tief in Glausers ‹Lebensroman› eintauchen. In Ursula Haslers Roman «Die schiere Wahrheit» wird Glauser, Schöpfer der Wachtmeister Studer-Romane, unversehens selbst zur Romanfigur: Im Sommer 1937 entwirft er mit dem Maigret-Vater Georges Simenon einen Kriminalroman. Beide Bücher sind zum Glauser-Jubiläum 2021 im Limmat Verlag erschienen.

Eine Soiree für den (Über-)Lebenskünstler Glauser, ein Fest für die Sprache und eine literarische Spurensuche.

Aargauer Literaturhaus
Bleicherain 7
CH-5600 Lenzburg


Sa 30. Oktober 2021 | 18.00 Uhr

Stimmlos | Adelheid Duvanel – Fern von hier
Literaturfestival «Zürich liest»
Literaturhaus Zürich

Adelheid Duvanel (1936-1996) gilt bis heute als Geheimtipp. Spätestens der grosse Erzählband «Fern von hier» (Limmat Verlag 2021) ändert das nun. Er zeigt sie als eine der bedeutendsten Stimmen der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts. Duvanel erzählt packend aus dem Leben von meist versehrten Existenzen, die aber beharrlich ihre Würde gegen die Zumutungen des Lebens verteidigen. Die Herausgeberinnen Elsbeth Dangel-Pelloquin und Friederike Kretzen erzählen im Gespräch mit Christa Baumberger über Leben und Werk, Miriam Japp liest aus den Texten.

Kooperation Literaturhaus Zürich und Litar im Rahmen des Literaturfestivals «Zürich liest».

Literaturhaus Zürich
Limmatquai 62
CH-8001 Zürich


Sa 30. Oktober 2021, 12.00–16.00 Uhr

Stimmlos | Adelheid Duvanels Himmel
Installation und Kurzführungen
Literaturfestival «Zürich liest»
Galerie Litar Zürich

Ab 12 Uhr Offene Zelle
12 Uhr und 14 Uhr Kurzführungen mit Melissa Caflisch und Nicole Schmid, Mitarbeiterinnen Litar

Die Ausstellung in der Galerie Litar zeigt Adelheid Duvanel (1936–1996) in ihrer Doppelbegabung: als Schriftstellerin und Künstlerin. Lange ein Geheimtipp, gilt sie heute als eine der wichtigsten Autorinnen der Schweiz. Ihr Werk ist eine Entdeckung: poetisch, surreal und von grosser Radikalität. Texte und Bilder greifen ineinander, sie erzählen von Einsamkeit, Gewalt und von Menschen, die ihrem Schicksal mit Würde begegnen. Adelheid Duvanels Himmel ist voller «Windgeschichten»: weit und einen Hauch Freiheit verheissend.

Die Kurzführungen bieten einen persönlichen Zugang zu Adelheid Duvanel, ihrem künstlerischen Schaffen und ihrem Leben. War sie tatsächlich stimmlos? Weshalb ging sie nach ihrem Tod so rasch vergessen? Was hat sie uns heute zu sagen? Wir freuen uns, Ihnen eine der berührendsten Künstlerinnen der Schweiz nahe zu bringen.

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Fr 29. Oktober 2021 | 17.00-20.00 Uhr

Stimmlos | Adelheid Duvanels Himmel
Vernissage
Galerie Litar Zürich

Ab 17 Uhr Offene Zelle
18 Uhr Ansprache von Christa Baumberger, Leiterin Litar und Kuratorin, und Notate von Samuel Moser, Literaturkritiker

Die Ausstellung in der Galerie Litar zeigt Adelheid Duvanel (1936–1996) in ihrer Doppelbegabung: als Schriftstellerin und Künstlerin. Lange ein Geheimtipp, gilt sie heute als eine der wichtigsten Autorinnen der Schweiz. Ihr Werk ist eine Entdeckung: poetisch, surreal und von grosser Radikalität. Texte und Bilder greifen ineinander, sie erzählen von Einsamkeit, Gewalt und von Menschen, die ihrem Schicksal mit Würde begegnen. Trotz aller Drastik betont Duvanel die Leichtigkeit: «Manchmal (…) sind die Figuren wie schwebend. Als wären sie losgelöst von der Erde und würden, ja, schweben.»

Exklusiv an der Vernissage lassen wir Duvanels Texte im Wind flattern. Ein Herbstabend mit «Windgeschichten», heissen Marroni und (warmen) Getränken.

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Do 28. Oktober 2021 | 20.00-21.15 Uhr

Stimmlos | «Zürich liest»
Glauser-Soiree mit Christa Baumberger und Ursula Hasler 
Volkshaus Zürich, Gelber Saal

«Jeder sucht sein Paradies … und trifft dabei auf Die schiere Wahrheit».

Er feiert dieses Jahr seinen 125. Geburtstag: Friedrich Glauser (1896–1938). Die Herausgeberin Christa Baumberger und die Autorin Ursula Hasler sind dem ungewöhnlichen Schweizer Schriftsteller schon lange auf der Spur: Christa Baumbergers Briefband Friedrich Glauser «Jeder sucht sein Paradies…» gibt dem Autor und vielen seiner Weggefährten eine Stimme und lässt die Leser:innen tief in Glausers ‹Lebensroman› eintauchen. In Ursula Haslers Roman «Die schiere Wahrheit» wird Glauser, Schöpfer der Wachtmeister Studer-Romane, unversehens selbst zur Romanfigur: Im Sommer 1937 entwirft er mit dem Maigret-Vater Georges Simenon einen Kriminalroman. Beide Bücher sind zum Glauser-Jubiläum 2021 im Limmat Verlag erschienen.

Eine Soiree für den (Über-)Lebenskünstler Glauser, ein Fest für die Sprache und eine literarische Spurensuche quer durch Zürich bis ins Volkshaus. Organisiert von der Buchhandlung im Volkshaus in Zusammenarbeit mit dem Limmat Verlag.

Informationen: Zürich Liest

Volkshaus Zürich – Gelber Saal, 1. Stock
Stauffacherstrasse 60
CH-8004 Zürich


Di 19. Oktober 2021 | 17.00–18.00 Uhr

ONLINE | Afrika lesen
Literaturmittag mit dem Dichter Kona Khasu
Litar Zürich

English below

Lesung und anschliessendes Gespräch mit dem englischsprachigen liberianischen Dichter, Dramatiker und Kritiker Kona Khasu (*1942). Als einer der bedeutendsten Literaten Liberias erhält sein Werk im Projekt «The Liberian Literature Project» einen besonderen Platz und wird als wertvoller Teil von Liberias kulturellem Erbe gesichert und zugänglich gemacht. Vor der Lesung mit Kona Khasu führen Martin Mühlheim und Léa Gbeassor in die englischsprachige liberianische Literatur und in sein Werk ein. Martin Mühlheim moderiert das anschliessende Gespräch. In englischer Sprache. In Zusammenarbeit mit dem Englischen Seminar der Universität Zürich.

Mehr Infos: The Works of Kona Khasu

Die Reihe «Literaturmittag» fördert den Austausch zu Literaturen und Kulturen aus dem afrikanischen Kontinent. Jeder «Literaturmittag» hat einen Gast und einen thematischen Schwerpunkt. Als Werkstattgespräche haben sie 2020/21 die laufende Erschliessung der Artikelsammlung Al Imfeld begleitet. Die Reihe wird im Herbst 2021 fortgesetzt, sie öffnet den Blick auf die Sammlung und trägt zur Vernetzung bei. Konzept und Moderation der Reihe: Christa Baumberger und Nicole Schmid.

 

Talk with the poet Kona Khasu

Reading and follow-up discussion with the Anglophone Liberian poet, dramatist and critic, Kona Khasu (*1942). As one of Liberia’s foremost literary figures, "The Liberian Literature project" places a special emphasis on his work and aims to salvage it as a valuable part of Liberia’s cultural heritage and to make it more widely available. After a few introductory words on Anglophone Liberian literature and his work by Martin Mühlheim and Léa Gbeassor, Kona Khasu reads a collection of his poems. Martin Mühlheim moderates the subsequent discussion. In English. With the collaboration of the English Seminar at the University of Zurich.

More information: The Works of Kona Khasu

Our series "Literaturmittag" ("literary lunch") promotes the exchange with literatures and cultures from the African continent; in each session, a different guest is invited. Concept and interviews: Christa Baumberger and Nicole Schmid.

This session takes place online.

Everybody is welcome to join – please register, so we can send you the link: info@litar.ch

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


So 19. September 2021 | 14.30 Uhr

Stimmlos | Stimmkünstler Friedrich Glauser
Literarischer Herbst Gstaad
Hotel Le Grand Bellevue, Gstaad

Der Literarische Herbst Gstaad ist ein Forum für zeitgenössische Literatur in der Region Obersimmental – Saanenland – Pays-d'Enhaut. Es bietet Lesungen und Gespräche vor einer grandiosen Bergkulisse, viele spannende Entdeckungen und persönliche Begegnungen mit Autorinnen und Autoren. Die Veranstaltungen finden in Gstaad, Lauenen, Saanen und Zweisimmen statt. 
Zu Gast ist auch der Stimmkünstler Friedrich Glauser. Christa Baumberger präsentiert ihr Buch Friedrich Glauser «Jeder sucht sein Paradies…» Briefe, Berichte, Gespräche und spricht mit Liliane Studer über die Entstehung und ihre Recherchen. Dabei erklingt eine Vielzahl an Stimmen, gelesen von den Schauspielern Isabelle Menke und Thomas Douglas.

Eine Kooperation von Literarischer Herbst Gstaad und Litar. 
Litar beteiligt sich neu mit dem Programm «Stimmlos» am Literarischen Herbst Gstaad. Die Kooperation will verstorbenen, vergessenen oder zu wenig gehörten Autorinnen und Autoren eine Stimme geben. Zum Ausklang des Festivals am Sonntagnachmittag heisst es: Bühne frei und Ohren auf!

Programm: Download PDF
Infos: Literarischer Herbst Gstaad

Hotel Le Grand Bellevue
Untergstaadstrasse 17
CH-3780 Gstaad


Fr 17. September 2021 | 10.00-18.00 Uhr

Symposium | Literaturen der Schweiz
Kulturhaus Helferei, Zürich

Die Menschen in der Schweiz schreiben und lesen schon lange nicht mehr nur in Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch, sondern in vielen weiteren Sprachen. 

Die «fünften Landessprachen» in der Schweizer Literatur führten lange Zeit eine Existenz im Verborgenen, in den letzten Jahren traten sie zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit: Der Blick auf die Vielfältigkeit literarischer Sprachen und Textformen erweitert und öffnet sich. Doch wovon ist eigentlich die Rede, wenn wir von den fünften Landessprachen sprechen – von welchen Sprachen, Texten, Autor*innen, Lesenden? Wie kann den Schreibenden und Texten mehr Raum gegeben werden? Wie verbinden sich literarische Aspekte mit Fragen kultureller oder politischer Integration? Diesen und vielen weiteren Fragen will das Literaturhaus in einem Symposium nachgehen.

Das Symposium kombiniert Vorträge, Podiumsdiskussionen (mit Einbezug der Symposiumsteilnehmenden) und Ateliers. Zu Wort kommen Autor*innen, Übersetzer*innen, verschiedene Projekte und Organisationen aus dem Literaturbereich, Verlage und Förderinstitutionen. Es richtet sich sowohl an Fachpersonen (Literatur- und Kulturvermittler*innen, Kultur- und Förderinstitutionen, Übersetzer*innen u.a.) wie auch an ein breiteres, an diesem Thema interessiertes Publikum.

Organisation: Literaturhaus Zürich in Kooperation mit Litar, Verein Alit, Weiter Schreiben Schweiz, Übersetzerhaus Looren, mit Unterstützung der Oertli-Stiftung u.a.

Programm:  Flyer (Deutsch) | Flyer (Englisch)

Informationen: Literaturhaus Zürich

Kulturhaus Helferei
Kirchgasse 13
CH-8001 Zürich


So 12. September 2021 | 12 Uhr

Afrika lesen
Literaturmittag mit Al Imfelds Tafelrunde
Paranoia City Buch & Wein

«Kommt nach Zürich, philosophiert über und trinkt aufs Leben in meiner etwas engen Wohnung!» – so pflegte es Al Imfeld in seinen Einladungen zu schreiben. Und: «Bleibt Freunde, und macht weiter!»

Das hat er seinen Bekannten mit auf den Weg gegeben, was sie heute immer noch ernst nehmen: Seit Sommer 2018 organisiert der Verein Al Imfelds Tafelrunde ein monatliches Treffen im Spirit von Al Imfeld, so wie er es an der Konradstrasse selbst gerne hatte. Alle sind herzlich eingeladen bei Speis und Trank den freien Gedanken nachzuhängen, Gedichten und Erzählungen von Jung und Alt zuzuhören, Visionen und Projekte zu teilen, mitzuteilen, auszutauschen und weiterzuspinnen.

Mehr Infos: Al Imfelds Tafelrunde

Paranoia City Buch & Wein
Ankerstrasse 12
CH-8004 Zürich


Do 9. September 2021 | 18.30 Uhr

Stimmlos | Stimmkünstler Friedrich Glauser
Friedrich Glauser: Zum 125. Geburtstag
Museum Langmatt, Baden

Eine Soiree zu Glausers 125. Geburtstag. Die Autorin Ursula Hasler und die Herausgeberin Christa Baumberger sind dem ungewöhnlichen Schweizer Schriftsteller schon lange auf der Spur. Christa Baumbergers Briefband «Friedrich Glauser – Jeder sucht sein Paradies…» gibt dem Autor und vielen seiner Weggefährten eine Stimme und lässt die Leserschaft tief in Glausers ‹Lebensroman› eintauchen. In Ursula Haslers Roman «Die schiere Wahrheit» wird Glauser, Schöpfer der Wachtmeister Studer-Romane, unversehens selbst zur Romanfigur: Im Sommer 1937 begegnet Glauser dem Maigret-Vater Georges Simenon und sie entwerfen zusammen einen Kriminalroman.

In Kooperation mit Literarische Gesellschaft Baden

Programm: Museum Langmatt

Museum Langmatt
Römerstrasse 30
CH-5401 Baden


Mi 8. September 2021 | 18.00 Uhr

Stimmlos | Stimmkünstler Friedrich Glauser
SJW-Jahresvernissage
Kulturpark Zürich

90 Jahre SJW! Das Schweizerisches Jugendschriftenwerk, gegründet im Sommer 1931, feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Präsentiert werden die 13 Neuerscheinungen 2021, darunter auch Friedrich Glausers Novelle «Die Verschwundene». Das Heft wurde in Kooperation mit Litar realisiert und wunderbar illustriert von Sabine Rufener.

Infos:  www.sjw.ch

Kulturpark Zürich
Pfingstweidstrasse 16
CH-8005 Zürich


Fr 13. August 2021 | 18.00-19.00 Uhr

Stimmlos | Friedrich Glausers Zelle
«Lebensspuren Ascona». Festival 70 Jahre Libreria della Rondine
Casa Serodine, Ascona TI

In einer dreitägigen Veranstaltungsreihe in der Casa Serodine in Ascona werden Autorinnen und Autoren in Lesungen und Performances über Literaten erzählen und sprechen, deren Leben mit dem Tessin und Ascona verbunden war. Glauser weilte 1919/20 in Ascona und verkehrte in den dortigen Künstlerkreisen.

Hannes Binder und Christa Baumberger zeigen die Bild-Ton- Installation «Friedrich Glausers Zelle» mit Dokumenten aus Glausers Leben und Illustrationen von Hannes Binder.

Link zum Programm «Lebensspuren Ascona»

Flyer «Lebensspuren Ascona»

Casa Serodine
Piazza San Pietro
CH-6612 Ascona TI


Sa 10. Juli 2021 | 13.00-17.00 Uhr

Stimmlos | Friedrich Glausers Zelle
Finissage
Galerie Litar Zürich

Ab 13 Uhr Offene Zelle und Open House
15 Uhr Werkstattgespräch mit dem Illustrator Hannes Binder und der Kuratorin Christa Baumberger

Begleitend zur begehbaren Installation «Friedrich Glausers Zelle» sind in der Galerie Litar Zeichnungen des Illustrators Hannes Binder zu sehen. Inspiriert von den Briefen des Autors, zeigen sie die Weite von Glausers Gedankenwelt.

Hannes Binder (*1947) lebt als freischaffender Illustrator und Künstler in Zürich. Seit dreissig Jahren ist er Glauser auf der Spur, seine Schabkartonzeichnungen sind legendär und es gibt kaum einen Text von Glauser, den er nicht gezeichnet hat. Für Friedrich Glausers Zelle sind nochmals neue Zeichnungen entstanden. Höchste Zeit für ein Werkstattgespräch: Was haben Schreiben und Schaben gemeinsam? Wie zeichnet man mit dem Messer? Und was fasziniert Hannes Binder an Glauser? 

Mit diesem Gespräch lassen wir die erste Ausstellung in der Galerie Litar ausklingen. Anschliessend laden wir Sie herzlich zu einem sommerlichen Apéro in unserem Gartenhof ein.

Litar
Letzistrasse 23 (im Hof)
CH-8006 Zürich


Sa 3. Juli 2021 | 14.00-15.30 Uhr

Stimmlos | Friedrich Glausers Zelle
«20 Minuten mit Ursula Hasler»
Galerie Litar Zürich

Tête-à-tête mit Ursula Hasler, Autorin des Romans Die schiere Wahrheit, der im August 2021 im Limmat Verlag Zürich erscheint. 

Ursula Hasler lebt als Autorin in Baden. In ihrem neuen Roman lernen sich Friedrich Glauser und Georges Simenon beim Strandurlaub an der Atlantikküste kennen und schreiben gemeinsam einen Kriminalroman. Auf das Resultat darf man gespannt sein! Noch vor Erscheinen ihres Romans liest uns die Autorin einige Szenen vor und gibt uns Einblick in ihre Schreibwerkstatt: Wie pirscht man sich an die Urväter des Französischen und des Schweizer Krimis heran? Und wie wird daraus eine eigene Geschichte?

Litar
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Sa 26. Juni 2021 | 14.00-15.30 Uhr

Stimmlos | Friedrich Glausers Zelle
«20 Minuten mit Sabine Rufener»
Galerie Litar Zürich

Tête-à-tête mit Sabine Rufener, Illustratorin der SJW-Publikation Friedrich Glauser «Die Verschwundene» (2021).

Sabine Rufener (*1972) lebt als freie Illustratorin in Basel. Sie experimentiert gerne mit verschiedensten Drucktechniken, Collage, Frottage, aber auch mit Farbstiften und Tusche. Sie hat sich Glauser mit einem ganz frischen, neuen Blick genähert. Bei der Tête-à-tête-Begegnung dürfen wir Sabine Rufener bei der Arbeit über die Schulter schauen und erfahren, was sie als Illustratorin an Glauser inspiriert und wie sie seine Geschichten in Bilder übersetzt.

Litar
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Sa 19. Juni 2021 | 14.00-15.30 Uhr

Stimmlos | Friedrich Glausers Zelle
«20 Minuten mit Lionel Felchlin»
Galerie Litar Zürich

Tête-à-tête mit Lionel Felchlin, Übersetzer ins Französische des Bandes Friedrich Glauser. Chacun cherche son paradis. Correspondance choisie (Édition d'en bas, 2021) und der SJW-Publikation Friedrich Glauser «Die Verschwundene» (2021).

Lionel Felchlin (*1980) ist Übersetzer und Musiker. Er hat ein feines Gehör für sprachliche Zwischentöne, und wie Glauser selber bewegt er sich flink zwischen den Sprachen Deutsch und Französisch. Er hat schon einige Bücher von Friedrich Glauser und Hannes Binder ins Französische übertragen. «Ich bin kein Düchter», sagt Glauser. Wie übersetzt man das bloss? Diese und weitere Knacknüsse erwarten Sie an der Tête-à-tête-Begegnung mit dem Übersetzer.

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Sa 12. Juni 2021 | 14.00-15.30 Uhr

Stimmlos | Friedrich Glausers Zelle
«20 Minuten mit Christa Baumberger»
Galerie Litar Zürich

Tête-à-tête mit Christa Baumberger, der Herausgeberin der Publikation Friedrich Glauser. «Jeder sucht sein Paradies...» Briefe, Berichte, Gespräche (Limmat Verlag 2021) und Kuratorin der Installation Friedrich Glausers Zelle.

Christa Baumberger (*1974) ist Literaturwissenschaftlerin, Kulturpublizistin und Kuratorin. Seit 2018 leitet sie die Stiftung Litar. Sie hat zu Friedrich Glauser promoviert und war von 2009 bis 2018 Kuratorin seines Nachlasses am Schweizerischen Literaturarchiv der Nationalbibliothek Bern. Bei der Tête-à-tête-Begegnung erzählt sie von der Detektivarbeit in Archiven, besonderen Funden und wie Stimmen wieder lebendig werden in einer Zelle mit vielen Spitzen, Ecken und Kanten.

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Sa 5. Juni 2021 | 14.00-15.30 Uhr

Stimmlos | Friedrich Glausers Zelle
«20 Minuten mit Helmut Vogel»
Galerie Litar Zürich

Tête-à-tête mit Helmut Vogel, Schauspieler

Der aus Wien gebürtige Schauspieler Helmut Vogel gilt als «Stimme Glausers», seit er bei Christoph Kühns Dokumentarfilm «Glauser» (2012) als Sprecher mitgewirkt hat. Für den neu erschienenen Band mit Liebesbriefen von Friedrich Glauser (Unionsverlag Zürich 2021) hat Daniela Colombo eine Zusammenstellung für eine szenische Lesung mit Helmut Vogel und Graziella Rossi erarbeitet. An der heutigen Tête-à-tête-Begegnung hören Sie einige exklusive Kostproben. Lassen Sie sich von Glausers Sehnsucht, seinem Streben nach Liebe und Freiheit anstecken.

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Sa 29. Mai 2021 | 14.00-15.30 Uhr

Stimmlos | Friedrich Glausers Zelle
«20 Minuten mit Marco Neuhaus»
Galerie Litar Zürich

Tête-à-tête mit Marco Neuhaus, editorischer Mitarbeiter der Publikation Friedrich Glauser. «Jeder sucht sein Paradies...» Briefe, Berichte, Gespräche, herausgegeben von Christa Baumberger, Illustrationen von Hannes Binder, Limmat Verlag Zürich, 2021

Der Germanist Marco Neuhaus (*1991) kennt sich gut mit Handschriften aus. Er hat Originalbriefe von Friedrich Glauser entziffert und ist bei kniffligen Recherchen  zu den Briefen Glausers tief in das Leben und Werk des Autors eingetaucht.  Als Mitarbeiter des Thomas-Mann-Archivs kennt er sich nicht nur mit Glauser gut aus, sondern auch mit Thomas Mann. Im Tête-à-tête-Gespräch gibt er Einblick in seine Mitarbeit am Glauser-Band und in die Literatur der 1920er und 1930er Jahre.

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Fr 28. Mai 2021 | 17.00-20.00 Uhr

Stimmlos | Friedrich Glausers Zelle
Vernissage
Galerie Litar Zürich

Ab 17 Uhr Offene Zelle und Open House
18 Uhr | 19 Uhr Glauser-Spaziergang durch Zürich-Oberstrass mit Martin Dreyfus (Dauer 45 Min.)

Heute gehört er zu den bedeutendsten Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts: Friedrich Glauser (1896–1938). Zu Lebzeiten aber hatte er Mühe, Gehör zu finden. Lange Jahre in psychiatrischen Anstalten und im Gefängnis eingeschlossen, waren Briefe der einzige Kontakt zur Aussenwelt.
Die begehbare Installation «Friedrich Glausers Zelle» gibt dem Autor eine Stimme und ermöglicht zu seinem 125. Geburtstag eine persönliche Begegnung. Unmittelbar am Puls der Ereignisse hört man Friedrich Glauser und viele seiner Weggefährten sprechen, darunter Freundinnen, Vormunde, Psychiater und Anstaltsdirektoren. Die enge Zelle lässt erahnen, was es bedeutet interniert zu sein. Begleitend sind in der Galerie Litar Zeichnungen des Illustrators Hannes Binder zu sehen. Inspiriert von den Briefen des Autors, zeigen sie die Weite von Glausers Gedankenwelt.

Der von Martin Dreyfus geleitete Spaziergang führt auf Glausers Spuren durchs Quartier. Wer weiss noch, dass Glauser 1920 gleich um die Ecke gewohnt hat, bis er eines Nachts sang- und klanglos verschwand und einzig einen Sack mit Kleidern zurückliess? Der 45-minütige Spaziergang bringt einem Glauser näher und deckt unbekannte Facetten der Literaturstadt Zürich auf.

Mit dieser Installation und einem literarischen Spaziergang eröffnen wir unsere neue Galerie Litar. Ein Ort für kleine Ausstellungen und Veranstaltungen in überschaubarem Rahmen. 
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Flyer zum Download

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Di 20. April | 12.15-12.45 Uhr

Afrika lesen | Kooperationsveranstaltung
30 Minuten mit Nicole Schmid & Mariama Seck
Gespräch
Strauhof Zürich

In der Installation «Iris braucht Komplizinnen», die in der Ausstellung «Iris von Roten – Frauen im Laufgitter» im Strauhof zu sehen ist, hat auch die US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde (1934–1992) ihren Platz. Die Veranstaltung bringt zwei weitere Schwarze Pionierinnen ins Gespräch: Die aus Martinique stammende Intellektuelle und Journalistin Paulette Nardal (1896–1985) und die nigerianische Autorin und Verlegerin Flora Nwapa (1931–1993). Paulette Nardal verschafft sich als intellektuelle Stimme im Paris der Zwischenkriegszeit Gehör und gilt als Wegbereiterin der frühen Négritude-Bewegung. Flora Nwapa entfachte mit ihrem Roman «Efuru» von 1966 eine Debatte über Geschlechterrollen und inspiriert bis heute nigerianische Schriftstellerinnen.

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Die Forscherinnen Mariama Seck und Nicole Schmid unterhalten sich ausgehend von ihrer Arbeit mit Archivmaterial über die Anliegen, Kämpfe und Errungenschaften der beiden Schwarzen Pionierinnen.

Nicole Schmid erschliesst bei Litar im Rahmen des Projekts «Afrika lesen» die Artikelsammlung von Al Imfeld.

In Zusammenarbeit mit dem Strauhof.

Eintritt: Ausstellungsticket Strauhof + 6 CHF 
Beschränkte Teilnehmer*innenzahl | Anmeldung: vermittlung@strauhof.ch
Ausstellung: Iris von Roten – Frauen im Laufgitter

Strauhof Zürich
Augustinergasse 9
8001 Zürich


Di 30. März 2021 | 17.00-18.00 Uhr

ONLINE | Afrika lesen
Literaturmittag mit der Autorin Maaza Mengiste
Litar Zürich

English below

Frauen in der Literatur und Archive als literarische Inspiration. Die äthiopisch-US-amerikanische Autorin Maaza Mengiste hat für ihren neusten Roman «The Shadow King» (2019) viel über die Bedeutung des Archivs nachgedacht. Sie stellt Frauen in den Mittelpunkt und entwirft ein neues Bild der äthiopischen Geschichte. Ein Gespräch über Fotografien, Erinnerungen von Frauen und die Lücken der offiziellen Geschichtsschreibung. In englischer Sprache. Moderation: Nicole Schmid.

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Die Reihe «Literaturmittag» fördert den Austausch zu Literaturen und Kulturen aus dem afrikanischen Kontinent. Jeder «Literaturmittag» hat einen Gast und einen thematischen Schwerpunkt. Als Werkstattgespräch begleiten sie die Erschliessung der Artikelsammlung Al Imfeld und greifen aktuelle Fragen auf. Konzept der Reihe: Christa Baumberger und Nicole Schmid.

Die Runde ist offen, Gäste sind herzlich willkommen. Anmeldung unter: info@litar.ch

Die Literaturmittage finden bis auf Weiteres als Online-Veranstaltung statt. Sobald es die Situation erlaubt, laden wir wieder zur Tafelrunde mit Speis und Trank bei Litar ein.

Litar
Letzistrasse 23
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Talk with novelist Maaza Mengiste

Women in literature and archives as literary inspiration. While writing her most recent novel «The Shadow King» (2019), novelist and essayist Maaza Mengiste has thought a lot about the meaning of the archive. She puts the focus on women's stories and suggests a new perspective on Ethiopian history. A discussion about photography, women's memories, and the gaps in official historiography. In English.

Our series «Literaturmittag» («literary lunch») promotes the exchange with literatures and cultures from the African continent; in each session, a different guest is invited. Concept and interviews: Christa Baumberger and Nicole Schmid. Everybody is welcome to join – please register: info@litar.ch


Mo 15. März 2021 | 13.30-14.30 Uhr

ONLINE | Afrika lesen
Literaturmittag mit der Literaturwissenschaftlerin Ana Sobral 
Litar Zürich

Das Gespräch mit Ana Sobral, Assistenzprofessorin für «Global Literatures in English» (UZH), umkreist die Literaturen unabhängiger afrikanischer Nationen von 1960 bis 1990, mit Fokus auf Ghana, Nigeria und Kenya.

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Die Reihe «Literaturmittag» fördert den Austausch zu Literaturen und Kulturen aus dem afrikanischen Kontinent. Jeder «Literaturmittag» hat einen Gast und einen thematischen Schwerpunkt. Als Werkstattgespräch begleiten sie die Erschliessung der Artikelsammlung Al Imfeld und greifen aktuelle Fragen auf. Konzept und Moderation der Reihe: Christa Baumberger und Nicole Schmid.

Die Runde ist offen,Gäste sind herzlich willkommen. Anmeldung unter: info@litar.ch

Die Literaturmittage finden bis auf Weiteres als Online-Veranstaltung statt. Sobald es die Situation erlaubt, laden wir wieder zur Tafelrunde mit Speis und Trank bei Litar ein.

Litar
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Fr 26. bis So 28. Februar 2021

ONLINE | Kooperationsveranstaltung
Tage südosteuropäischer Literatur
Festival
Literaturhaus Zürich

Seit sechs Jahren lädt das Literaturhaus Ende Februar zu einem Festival ein, das sich der Literatur einer Region oder eines Landes widmet. Das Eintauchen in eine Vielzahl von Geschichten ermöglicht differenzierte Einblicke und Erkenntnisse jenseits von Klischees und kurzlebigen Schlagzeilen. Dieses Jahr liegt der Fokus auf Südosteuropa – einer Region inmitten von Europa, reich an Geschichte und Geschichten, Sprachen und literarischen Traditionen. Das Literaturhaus lädt Autor*innen, Übersetzer*innen und Musiker ein, in Lesungen, Podiumsdiskussionen und Übersetzergesprächen ihre Werke vorzustellen und miteinander ins Gespräch zu kommen: Es geht um individuelle Erfahrungen und Generationenthemen, um konfliktbeladene Nachbarschaften und Brückenschläge, um Krieg und Frieden, Diaspora und Verwurzelung. Zu Wort kommen auch zahlreiche Kulturschaffende und Schriftsteller*innen, die in den letzten Jahrzehnten aus dem Balkan in die Schweiz gekommen sind und heute zu den spannendsten literarischen Stimmen gehören.

Litar ist Kooperationspartner der aktuellen Ausgabe.

Link zu den Veranstaltungen. Die Veranstaltungen finden ausschliesslich online statt.

PDF deutschsprachiger Flyer
PDF serbo-kroatisch-bosnischer Flyer

Literaturhaus Zürich
Limmatquai 62
CH-8001 Zürich


Di 9. Februar 2021 | 19.30 Uhr

ONLINE | Stimmlos
Jeder sucht sein Paradies – ein Abend zu Friedrich Glauser 
Buchvernissage und Lesung
Literaturhaus Zürich

Mit Christa Baumberger, Herausgeberin, und Isabelle Menke und Thomas Douglas, Schauspielern

«Ich balanciere wie ein Seilkünstler auf dem lockeren Seil der Bürgerlichkeit», schreibt Friedrich Glauser 1921. Sein Leben glich einem Drahtseilakt und mehr als einmal stürzte er ab. Er gehört zu den aufregendsten Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts. Zu seinem 125. Geburtstag lassen die Schauspieler Isabelle Menke und Thomas Douglas einen Chor an Stimmen erklingen: Freunde, Gefährtinnen und Geliebte genauso wie den Vater, die Vormunde, Psychiater und Polizisten. Vor allem aber kommt an diesem Abend Glauser selber zu Wort. Die Literaturwissenschaftlerin Christa Baumberger hat im Band «Friedrich Glauser ‹Jeder sucht sein Paradies …›» (Limmat Verlag 2021) eine Fülle neuer Briefe, Berichte und zum ersten Mal auch Gespräche mit dem Sprachseilkünstler Friedrich Glauser gehoben. Moderation: Isabelle Vonlanthen.

Veranstaltung und Kollekte: Literaturhaus Zürich
Link zum Video: Youtube

Literaturhaus Zürich
Limmatquai 62
CH-8001 Zürich


Di 19. Januar 2021 | 13.30-14.30 Uhr

ONLINE | Afrika lesen
Literaturmittag mit dem Filmemacher Mischa Hediger 

Ambivalente Vermittlerfiguren und die Rolle des Archivs bei der postkolonialen Aufarbeitung: Der Schweizer Filmemacher Mischa Hedinger im Gespräch über seinen Film «African Mirror» (2019). Ausgehend vom Nachlass des Schweizer Ethnographen und «Afrika-Experten» René Gardi (1909-2000) problematisiert der Film den westlichen Blick auf afrikanische Kulturen.

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Die Reihe «Literaturmittag» fördert den Austausch zu Literaturen und Kulturen aus dem afrikanischen Kontinent. Jeder «Literaturmittag» hat einen Gast und einen thematischen Schwerpunkt. Als Werkstattgespräch begleiten sie die Erschliessung der Artikelsammlung Al Imfeld und greifen aktuelle Fragen auf. Konzept und Moderation der Reihe: Christa Baumberger und Nicole Schmid.

Die Runde ist offen, Gäste sind herzlich willkommen. Anmeldung unter: info@litar.ch

Die Literaturmittage finden bis auf Weiteres als Online-Veranstaltung statt. Sobald es die Situation erlaubt, laden wir wieder zur Tafelrunde mit Speis und Trank bei Litar ein.

Litar
Letzistrasse 23
CH-8006 Zürich


Mo 23. November 2020 | 12.30-14.30 Uhr

ONLINE | Afrika lesen
Literaturmittag mit der Literaturvermittlerin Chudi Bürgi

Vierzig Jahre Vermittlung und Übersetzung afrikanischer Literaturen: Die Literaturvermittlerin Chudi Bürgi, bis 2020 Co-Geschäftsleiterin von Artlink, blickt zurück auf die Anfänge und zieht Bilanz zur gegenwärtigen Förderlandschaft.

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Die Reihe «Literaturmittag» fördert den Austausch zu Literaturen und Kulturen aus dem afrikanischen Kontinent. Jeder «Literaturmittag» hat einen Gast und einen thematischen Schwerpunkt. Als Werkstattgespräch begleiten sie die Erschliessung der Artikelsammlung Al Imfeld und greifen aktuelle Fragen auf. Konzept und Moderation der Reihe: Christa Baumberger und Nicole Schmid.

Die Runde ist offen, Gäste sind herzlich willkommen. Anmeldung unter: info@litar.ch

Die Literaturmittage finden bis auf Weiteres als Online-Veranstaltung statt. Sobald es die Situation erlaubt, laden wir wieder zur Tafelrunde mit Speis und Trank bei Litar ein.

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Fr 10. Januar 2020 | 10-12.00 Uhr, 14-15.30 Uhr

«Weltenweit»: Lesung und Tanz

Eine besondere Veranstaltung zum Jahresbeginn 2020: Wir verbinden Literatur und Tanz! 
Am Vormittag wird das neue Jahr tanzend begrüsst, am Nachmittag stellen die Schauspielerin Lilly Friedrich und die beiden Literaturwissenschaftlerinnen Christa Baumberger und Nina Debrunner, Herausgeberinnen des Textbandes "Mariella Mehr. Widerworte" (Limmat 2017), die jenische Schriftstellerin Mariella Mehr vor und lesen aus ihrem Werk. 

Die zwei Programmblöcke können einzeln besucht werden.

Gemeindesaal, Dorfplatz 1
5015 Erlinsbach/SO


Do 12. Dezember 2019 | 14-16 Uhr

Workshop Atelier Litera

Das Atelier Litera richtet sich an schreibinteressierte Schülerinnen und Schüler der Primar- und Oberstufe. Die Teilnehmenden verfolgen eigene Schreibprojekte und setzen sich mit aktuellen Themen und Texten auseinander. Das Atelier Litera ist Teil des schulischen Begabungsförderprogramms und wird in Zusammenarbeit mit dem Aargauer Literaturhaus durchgeführt.

Auf Einladung von Svenja Herrmann, Lyrikerin und Leiterin des Atelier Litera, gibt Litar einen Workshop zu Mariella Mehr und zu jenischer Literatur und Geschichte in der Schweiz.

Aargauer Literaturhaus, Lenzburg
Interne Veranstaltung

Weitere Informationen zum Atelier Litera finden Sie hier

Kooperation Aargauer Literaturhaus 


Sa 12. Oktober 2019 | ab 13.30 Uhr

4. Jenischer Kulturtag Innsbruck

Die jenischen Kulturtage wenden sich gegen das Vergessen und machen die jenische Gegenwart sichtbar. Sie setzen sich für die teils vergessenen und verschwiegenen, teils noch lebendigen Traditionen ein und vermitteln jenische Kultur jenseits von Stereotypen und der Romantisierung der fahrenden Lebensweise. Das diesjährige Programm umfasst Lesungen, Musik, Generationengespräche, eine Ausstellung und künstlerische Installation.  Ein Schwerpunkt ist dem Vinschgau und seiner Geschichte gewidmet. 

Das Programm finden Sie hier

Kulturbackstube, die Bäckerei
Dreiheiligenstrasse 210, 6020 Innsbruck (Österreich)
Freier Eintritt

Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten Tirol, in Kooperation mit Litar 


Di 17. September 2019

Mariella Mehr «fröhlich verwildern» | Lesung und Diskussion

Ist Mariella Mehrs Werk heute noch aktuell und kann man ihre Texte jungen Leserinnen und Lesern überhaupt zumuten? Was beschäftigt Schweizer Jugendliche, wenn Sie Texte von Mariella Mehr lesen? Und welche Bezüge hat Mariella Mehr zu Graubünden? Die Verlegerin Regula Malin und die Mariella Mehr-Expertin Christa Baumbergerstellen die SJW-Publikation Mariella Mehr. fröhlich verwildern – Geschichten und Gedichte vor und diskutieren diese und  weitere Fragen mit Schüler*innen und Lehrpersonen der Bündner Kantonsschule Chur. Die Schauspielerin Ursina Hartmann liest Texte von Mariella Mehr.

Bündner Kantonsschule Chur
Interne Veranstaltung

Kooperation SJW-Verlag


So 15. September 2019 | 11:30-13:00 Uhr

«Es wuchs das wort mir im mund» | Gehende Lesung mit Texten von Mariella Mehr

Die jenische Schriftstellerin Mariella Mehr (*1947) steht für eine engagierte Literatur. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, aber auch kämpferische Reden, Streitschriften und Gedichte. Wortgewandt, weiblich, wild – setzt sie sich seit den 1970er Jahren für die Jenischen und für viele weitere Aussenseiter ein. Als Jenische ist sie im Niemandsland der Literatur zu Hause, deshalb führt diese Veranstaltung hinaus aus dem Literaturhaus. Litar und die Agentur für Gehkultur «lerjentours» laden zu einer «Gehenden Lesung» durch Lenzburg ein. An ausgewählten Orten erklingen Mariella Mehrs Texte. Lassen Sie sich beim Spaziergang durch Lenzburg zum Weiterdenken verführen. Mit einer Einführung von Christa Baumberger (Leiterin Litar, Programmleitung "Weltenweit"), Lesungen der Aargauer Schauspielerin Lilly Friedrich und einer Intervention von Mariella Mehrs Sohn Christian Mehr.

Treffpunkt beim Aargauer Literaturhaus
Bleicherain 7, 5600 Lenzburg (10 Min. Fussweg vom Bhf. Lenzburg)

Bei sehr schlechtem Wetter findet der Anlass im Literaturhaus statt

Eintritt: 25.- CHF / 20.- CHF (red.) 
Im Eintrittspreis inbegriffen ist das  SJW-Heft Mariella Mehr. fröhlich verwildern - Geschichten und Gedichte und der Apero.

Ticketreservation

Kooperation Aargauer Literaturhaus | Lerjentours. Agentur für Gehkultur

 


Mi 26. Juni 2019 | 18:00 Uhr

Präsentation Mariella Mehr "fröhlich verwildern" / SJW-Vernissage 2019

Die Illustratorin Isabel Peterhans und die Mariella Mehr-Expertin Christa Baumberger stellen an der SJW-Vernissage 2019 die Publikation Mariella Mehr. fröhlich verwildern – Geschichten und Gedichte vor. Wie findet man Bilder zu den Texten und Gedichten der jenischen Autorin? Worin liegt die Aktualität von Mariella Mehrs Werk und kann man ihre Texte Jugendlichen überhaupt zumuten?  Diese und weitere Fragen werden im Gespräch diskutiert. Die Schauspielerin Rebekka Burckhardt liest Texte von Mariella Mehr.
Moderation: Martina Kuoni

Theater Stadelhofen, Zürich
Eintritt frei

Kooperation SJW-Verlag


Sa 15. Juni 2019 | 15:00 Uhr

Jenischer Sommermarkt | Ausstellung, Begegnung mit Jenischen, Essen und Musik

Camping Rania bei Zillis, Via Mala

Litar veranstaltet gemeinsam mit der Radgenossenschaft eine Führung durch den traditionellen jenischen Sommermarkt und die mobile Ausstellung. Das Ziel ist eine Begegnung mit Jenischen auf Augenhöhe. Die Teilnehmenden erhalten aus erster Hand Einblick in die Kultur und Geschichte der Jenischen. Sie erfahren viel über das heutige Leben der Jenischen in der Schweiz, über aktuelle Probleme und Anliegen. Das gemeinsame Abendessen und die Stubete mit jenischer Musik gibt Möglichkeit zum Austausch und Gesprächen mit Jenischen sowie vielen neuen Begegnungen. 

Camping Rania in Zillis

Der Campingplatz Rania liegt wunderschön am Eingang der wildromantischen Via Mala-Schlucht. Er wird von der Radgenossenschaft betrieben als ein Begegnungsort für Jenische, Sinti und für die Mehrheitsgesellschaft. Gleichzeitig ist es ein Stand- und Durchgangsplatz für Fahrende. Mehr Informationen finden Sie unter campingrania.ch

Praktische Informationen

Leitung:        
Daniel Huber, Präsident Radgenossenschaft

Anmeldung:
Bis 31. Mai 2019 bei Litar, info@litar.ch | 044 291 99 00
Der Sommermarkt und die Führung finden bei jeder Witterung statt. 

Kosten:         
Die Führung ist kostenlos (mit Kollekte).
Für das Abendessen wird ein Unkostenbeitrag von 25.- CHF erhoben. 

An-/Abreise:
individuell mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln: Rhätische Bahn bis Thusis, Postauto ab Thusis bis "Zillis, Rania". Das Postauto hält direkt beim Camping Rania. 

Unterkunft:  
Zeltübernachtung auf dem Camping Rania. Anmeldung: 081 661 11 62 oder info@campingrania.ch. In Zillis, Andeer und Thusis gibt es diverse Hotels. Vom Camping Rania besteht ein Taxiservice in alle drei Ortschaften.

Kooperation Radgenossenschaft

Weitere Informationen und Anmeldung: info@litar.ch


Do 6. Juni 2019 | 19:30 Uhr

«Märchen der Roma – sammeln und übersetzen» | Lesung und Diskussion

Dornröschen, Schneewittchen und Aschenputtel – die Märchen der Brüder Grimm kennt hierzulande jedes Kind. Doch wer kennt die Märchen der Kalderaš und der Arlije? Die Märchen der Roma sind voller Humor, mal anzüglich, mal versponnen, allemal verquer und voller überraschender Pointen. Christiane Fennesz-Juhasz, Kustodin am Phonogrammarchiv Wien, und Dieter Halwachs, Linguist an der Universität Graz, haben während vielen Jahren die Sprache Romani erforscht, mündlich tradiertes Erzählgut gesammelt und eine zweisprachige 6-bändige Ausgabe mit Märchen der Roma herausgebracht. Zusammen mit Melitta Depner, Literaturübersetzerin aus dem Romani, geben Sie einen Einblick in diese unbekannten Sprach- und Literaturwelten. Christa Baumberger, Leiterin der Stiftung Litar, führt in den Abend ein. Moderation: Jennifer Khakshouri

Ort: Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Reservation und Karten kaufen: Literaturhaus.ch

Kooperation Übersetzerhaus Looren


Sa 4. Mai 2019 | ab 15:30 Uhr

Literaturtag Eglisau «Jenisch in der Schweiz» | Lesungen, Gespräch, Film

Der diesjährige Literaturtag Eglisau ist dem Thema «Jenisch in der Schweiz» gewidmet. Das Programm ist vielfältig und ermöglicht, jenische Herkunft und Kultur von verschiedenen Seiten kennenzulernen. Hauptsächlich aber möchte der Anlass Vorurteile abbauen und Falschbilder gegenüber dieser schweizerischen Minderheit korrigieren. 

Das Programm beginnt mit einer Hommage an Mariella Mehr. Christa Baumberger, Leiterin der Stiftung Litar und Herausgeberin von «Mariella Mehr. Widerworte. Geschichten, Gedichte, Reden, Reportagen (Limmat 2017), präsentiert das vielfältige schriftstellerische Schaffen der bekanntesten jenischen Autorin der Schweiz. Mit einer Textlesung der Schauspielerin Lilly Friedrich

Die Literaturzeitschrift «orte» feiert die Vernissage der Frühjahrsausgabe 2019 zu Lyrik von Roma, Sinti und Jenischen. Die Redakteure Regina Füchslin und Cyrill Stieger stellen die Ausgabe vor und die Schauspielerin Noémie Alexa Fialarezitiert jenische Gedichte. 

Die Schweizer Autorin Michèle Minelli und die Fotografin Anne Bürgisser stellen ihren eindrücklichen Text- und Fotoband «Kleine Freiheit. Jenische in der Schweiz» vor. Dazu werden grossformatige Aufnahmen gezeigt, die Anne Bürgisser als Mitreisende von Jenischen machte. 

«Jung und Jenisch» – der Film von Martina Rieder und Karoline Arn befasst sich speziell mit der jungen Generation der fahrenden Jenischen in der Schweiz, ihren Erfahrungen, Lebensentwürfen, Wünschen und Visionen. Die beiden Regisseurinnen sind in Eglisau anwesend, sie erzählen von ihrer Arbeit rund um den Film und führen ein Publikumsgespräch.

Praktische Informationen

Ort: Aula Städtlischulhaus, Obergass 57, Eglisau
Freier Eintritt | Reservation und Information: Tel.: 079 730 80 27, meinrad.pfister@gmx.ch
Programm als PDF zum Herunterladen

Programm in Kooperation mit Litar